Am 16. März 2026 findet in Wandlitz eine besondere Veranstaltung zur Hospizarbeit statt. Dabei wird das Hospiz Unterstützung für schwerkranke Menschen und deren Angehörige in den Mittelpunkt stellen. Ziel ist es, Einblicke in die wertvolle Arbeit des Hospizes zu geben und die Menschen hinter dieser wichtigen Aufgabe näher kennenzulernen. Ein besonderer Fokus liegt auf Menschlichkeit, Würde und der Begleitung am Lebensende. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.
Zu den Gesprächsgästen gehören Vertreter des Hospizes am Drachenkopf Eberswalde, des Hospizes am Wandlitzer See sowie Verantwortliche der Stiftung Lobetal. Moderiert wird die Runde von Rolf Brunssen, dem Landesvorsitzenden der SPD AG 60 plus Brandenburg. Nach dem Podiumsgespräch besteht die Möglichkeit zu einer geführten Besichtigung des Hospizes am Wandlitzer See, was den Teilnehmenden einen noch intensiveren Einblick in die Arbeit vor Ort ermöglicht.
Die Bedeutung der Hospizarbeit
Hospizarbeit ist ein essenzieller Bestandteil der Gesundheitsversorgung, der sich darauf konzentriert, schwer erkrankte Menschen zu begleiten und deren Angehörige zu unterstützen. Ihr Ziel ist es, ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Die Hospizbewegung, die in den 1960er Jahren begann, hat sich seit den 1980ern in Deutschland etabliert. Heute gibt es 282 stationäre Hospize in Deutschland, die überwiegend von Krankenkassen finanziert werden. Diese Einrichtungen bieten nicht nur körperliche Linderung, sondern auch emotionale und spirituelle Begleitung sowie Unterstützung im Alltag und bei organisatorischen Fragen. Hier können Sie mehr über die Hospizarbeit erfahren.
Ein wichtiger Aspekt der Hospizarbeit ist die Palliativversorgung, die darauf abzielt, körperliche Beschwerden wie Schmerzen und Ängste zu lindern. Diese Art der Betreuung legt den Fokus auf Lebensqualität statt Heilung und wird sowohl stationär als auch ambulant angeboten, angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Patienten. Besonders in Kinderhospizen finden Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern Unterstützung in allen Lebensphasen, was ihnen hilft, den Alltag zu bewältigen und beim Abschied begleitet zu werden.
Die Hospizidee und ihre Entwicklung
Die Hospizidee ist von der Überzeugung geprägt, dass Menschen jeden Alters in der letzten Lebensphase Zuwendung und Unterstützung benötigen. Dies gilt nicht nur für alte Menschen, sondern auch für Kinder und ihre Familien. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) setzt sich dafür ein, gute politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen für die palliativmedizinische Betreuung zu schaffen. Ziel ist es, jedem Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen und größtmögliche Autonomie bis zuletzt zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des DHPV.
Die moderne Hospizarbeit hat ihre Wurzeln in einer Bürgerbewegung, die maßgeblich durch Persönlichkeiten wie Dr. med. Cicely Saunders und Dr. med. Elisabeth Kübler-Ross geprägt wurde. Die erste Einrichtung dieser Art, das St. Christopher’s Hospice in London, wurde 1967 gegründet. Seitdem hat sich die Bewegung in Deutschland und darüber hinaus stark verbreitet und weiterentwickelt, unterstützt von vielen engagierten Ehrenamtlichen.
Die bevorstehende Veranstaltung in Wandlitz ist eine hervorragende Gelegenheit, mehr über die Hospizarbeit zu erfahren und das Bewusstsein für die Herausforderungen und die Notwendigkeit dieser Unterstützung zu schärfen. Denn letztlich ist die Hospizarbeit ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft, der den Menschen in ihren letzten Lebensphasen die nötige Würde und Begleitung bieten möchte.