Der 1. November 2025 ist ein ganz besonderer Tag für Bücherliebhaber in Brandenburg und darüber hinaus. Jedes Jahr wählen Buchhandlungen in der Region das Lieblingsbuch des Jahres, und die diesjährige Auszeichnung geht an „LÀZÀR“ von Nelio Biedermann. Dieses beeindruckende Werk hat nicht nur das Herz der Leser:innen erobert, sondern auch die Fachwelt überzeugt. Laut Barnim Aktuell wurde Biedermanns Familiensaga über das ungarische Adelsgeschlecht Lázár im 20. Jahrhundert offenbar mit viel Liebe und Hingabe geschrieben.

Die Geschichte beginnt mit Lajos von Lázár, der in einem Waldschloss im südlichen Ungarn zur Welt kommt. Seine Mutter, die geheimnisvolle Baronin Mária, trägt ein schweres Erbe mit sich, während sein Vater Sándor eine kühle Beziehung zu ihm pflegt. Lajos entwickelt schon in seiner Kindheit die Fähigkeit, unsichtbar zu werden, was ihm in der von Wandlungen geprägten Zeit des Zerfalls des Habsburgerreichs zugutekommt. Die Verlosung des Buches umreißt Themen wie Geheimnisse, Träume und den Überlebenskampf im Angesicht des Wandels.

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Eine Historie voller Mythen und Identität

Wie in Vergleichende Mythologie verdeutlicht wird, gewinnen grenzüberschreitende Narrative im mitteleuropäischen Kulturraum an Bedeutung, besonders seit dem Umbruch von 1989/1990. Milan Kundera beschreibt diese Region als „entführtes Europa“, das sich stark mit der kulturellen Identität und dem Erbe des Habsburgerreichs auseinandersetzt. Dies spiegelt sich auch in Biedermanns Werk wider, das den Niedergang des Adels und das Streben nach Identität thematisiert.

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„LÀZÀR“ wird von vielen als eine Art Abgesang auf das alte Ungarn interpretiert. Biedermann selbst hat für das Buch historische Recherchen angestellt und persönliche Familiengeschichten verarbeitet. Der Roman behandelt außerdem magische und mystische Elemente, die Realität und Fantastisches vereinen. Dadurch entsteht ein vielschichtiger Blick auf die ungarische Kultur und die Herausforderungen, die mit dem Verlust von Heimat und Identität einhergehen.

Die Shortlist und die Vielfalt der Geschichten

Das „Lieblingsbuch des Jahres“ wurde im Rahmen einer Shortlist aus fünf Büchern gewählt. Neben „LÀZÀR“ waren auch folgende Werke vertreten:

  • „Für Polina“ von Takis Würger
  • „Das Geschenk“ von Gaea Schoeters
  • „Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstenberger
  • „Der Gott des Waldes“ von Liz Moore

Obwohl Biedermann den ersten Platz einnahm, zeigen die anderen Werke auf, wie vielfältig und spannend die literarische Landschaft zurzeit ist, und wie viele Geschichten darauf warten, erzählt zu werden.

„LÀZÀR“, erschienen im Rowohlt Verlag und für 24 Euro erhältlich, lädt zum Eintauchen in eine Epoche ein, in der Freundschaft, Familienbande und der Kampf um Kultur und Identität im Vordergrund stehen. Biedermanns Roman ist ein lebendiges Zeugnis der ungarischen Geschichte und ein eindrucksvolles Beispiel für Literatur, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig unterhält. Ein Must-Read für alle, die sich für Mitteleuropa und die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte interessieren.