Am 11. Februar 2026, um 07:15 Uhr, wurde die Polizei in Werneuchen, Barnim, zu einem untypischen Fahrzeug an einer Waldkante gerufen. Zeugen hatten einen PKW Dodge RAM gemeldet, der als gestohlen galt. Die Ermittler sicherten Spuren am Fahrzeug, die nun kriminaltechnisch untersucht werden. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde das Fahrzeug dem rechtmäßigen Halter zurückgegeben. Diese Vorfälle zeigen, wie wichtig die Arbeit der Polizei und der Kriminalisten in der Region ist, um gestohlene Fahrzeuge zurückzuführen und Sicherheit zu gewährleisten. Weitere Informationen zu den Polizeimeldungen in Barnim können auf barnim-aktuell.de nachgelesen werden.

Am darauffolgenden Tag, dem 12. Februar 2026, um 11:49 Uhr, wurde die Feuerwehr in Bernau bei Berlin zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus im vierten Obergeschoss gerufen. Die Einsatzkräfte konnten Schlimmeres verhindern, doch die 43-jährige Mieterin musste sich vorübergehend eine andere Bleibe suchen, da ihre Wohnung nach dem Einsatz der Feuerwehr nicht mehr bewohnbar ist. Die Brandursache wird nun kriminaltechnisch untersucht, und die Wohnung wurde von der Polizei als Brandort beschlagnahmt.

Die Bedeutung der Brandursachenermittlung

Die Ermittlung der Brandursache ist ein entscheidender Schritt im Nachgang eines Brandes. Sie klärt, ob ein Brand möglicherweise auf eine Straftat, wie vorsätzliche Brandstiftung, zurückzuführen ist. In solchen Fällen werden die Verantwortlichen straf- und zivilrechtlich verfolgt. Die Brandursachenermittlung hat jedoch auch eine präventive Funktion, denn die gewonnenen Erkenntnisse fließen in zukünftige Brandschutzvorschriften ein. Feuerwehr- und Brandschutzexperten sind nicht automatisch für die Brandursachenermittlung autorisiert, können aber wertvolle Unterstützung leisten.

Nach einem Brand wird die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die zur Ermittlung verschiedene polizeiliche Kräfte heranzieht. Brandursachenermittler sichern Spurenbilder am Brandherd, wie Verkohlungen und Brandkanäle. Die korrekte Feststellung des Brandherds erfordert kriminalistisches Können und wird oft durch das Ausschlussverfahren unterstützt. In Deutschland gibt es jedoch keine geregelte Ausbildung für Brandursachenermittler, was die Herausforderungen in diesem Bereich verstärkt.

Dokumentation und Rekonstruktion

Die Brandursachenermittlung umfasst die Sichtung, Dokumentation, Sicherung und Auswertung von Spuren am Brandort. Diese Tätigkeit ähnelt der eines Archäologen, der Schicht um Schicht aufdeckt, um die Geschichte eines Ereignisses zu verstehen. Fehler in der frühen Ermittlung können zu falschen Ergebnissen führen, weshalb eine sorgfältige und vorurteilsfreie Dokumentation aller relevanten Spuren von größter Bedeutung ist.

Brandursachenermittler entwickeln und prüfen Hypothesen aus den gesammelten Spuren. Sie arbeiten eng mit der Kriminalpolizei zusammen, die Teams mit den entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen für die Ermittlung einsetzt. Die Anforderungen an die Arbeitsgüte der Ermittler sind hoch, da ihre Ergebnisse weitreichende rechtliche Konsequenzen haben können. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Brandursachenermittlung als eigenständige Disziplin von Brandschutz und Brandbekämpfung zu trennen.

Die Ermittlung der Brandursache ist nicht nur für die strafrechtliche Verfolgung von Bedeutung, sondern hat auch zivilrechtliche Implikationen, die für Versicherungen und Haftungsregelungen von Relevanz sind. So wird deutlich, dass die Brandursachenermittlung nicht nur ein technisches, sondern auch ein gesellschaftliches Anliegen ist, das weit über den unmittelbaren Brandfall hinausgeht.