Im Gemeindesaal Blumberg herrschte Mitte November reges Treiben, als der Regionalpark Barnimer Feldmark e. V. sein Fachgruppentreffen abhielt. Das Motto der Veranstaltung, „Zukunftsfähige Wegenetze durch die Barnimer Feldmark – Von der Idee zur Realisierung“, setzte klare Akzente. Hier trafen sich nicht nur kommunale Politiker, sondern auch regionale Akteure wie Landwirte, Reiter und Touristikkoordinatoren.

Die Ansprache wurde von Lothar Ast und Siglinde Stöllger geleitet, die die Teilnehmer herzlich willkommen heißten. Der Nachmittags- und Abendteil war geprägt von Fachvorträgen, unter anderem von Manfred Geske, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der Rad- und Wanderwege in der Region vorstellte. Heike Niemeyer sprach über die wichtige Aufwertung interkommunaler Verbindungswege durch innovative Landschaftselemente, während Sabine Büttner den Fortschritt des Empfehlungsnetzes für Reitwege erläuterte. Besonders spannend war die Präsentation von Michael Fuchs von „SCC Events“, der die umweltfreundliche Laufveranstaltung „Hiking Hero“ vorstellte.

Einblicke in regionale Projekte

Ein Höhepunkt war die Vorstellung des Films „Fünf-Kirchen-Weg Ahrensfelde“ durch den „Barnim RADler“. Dieser verdeutlichte, wie vielschichtig und ansprechend eine neue Wanderstrecke innerhalb des Regionalparks gestaltet werden kann. Um die Vorhaben weiter voranzubringen, war ein zweiter Teil der Veranstaltung für den Austausch in einer Netzwerk-Gesprächsrunde vorgesehen. Dort hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Veranstaltung war die Information von David Sumser von der LAG Barnim e. V. über das europäische Förderprogramm LEADER. Dieses Programm soll die Lebensqualität im ländlichen Raum fördern. Das Engagement und die Ideenvielfalt der Anwesenden gaben ein deutliches Zeichen, dass die besprochenen Projekte mit frischem Elan angepackt werden sollen.

Nachhaltige Regionalentwicklung in Brandenburg

Die Arbeiten des Regionalparks fügen sich nahtlos in die übergeordneten Ziele der Naturparke in Deutschland ein. Diese setzen sich für die Erhaltung und Entwicklung von Kulturlandschaften ein, streben eine umweltgerechte Nutzung in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft an und fördern regionale Kooperationen, die zur Stärkung der Identität der Region beitragen. Die Idee ist, dass durch nachhaltige Nutzung und Vernetzung regionaler Produkte nicht nur die Landschaft geschützt, sondern auch die Attraktivität der Region gesteigert wird.

Das Fazit des Treffens kann als ermutigend betrachtet werden: Mit den gesammelten Erkenntnissen und Berichten sollen die Weichen für die zukünftige strategische Planung und Umsetzung von Wegenprojekten neu gestellt werden. Der Ziel der Naturparke, als Motoren für ländliche Entwicklungsprojekte zu agieren, wird so weiter gestärkt. Die Präsentationen des Fachgruppentreffens sind übrigens auf der Homepage des Regionalparkvereins abrufbar, was allen Interessierten eine transparente Nachverfolgung der Entwicklungen ermöglicht.