In Barnim wird es am 27. und 28. Februar 2026 zu erheblichen Einschränkungen im Nahverkehr kommen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen, dessen Ziel es ist, den Nahverkehr in ganz Deutschland lahmzulegen. Das betrifft auch die Fahrgäste der Barnimer Busgesellschaft (BBG), die an diesen Tagen auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen müssen. Laut der offiziellen Mitteilung werden die Fahrzeuge der BBG voraussichtlich im Depot bleiben, insbesondere im Regionalverkehr. Alle drei Betriebshöfe in Eberswalde, Bernau und Bad Freienwalde sind vom Streik betroffen. Die BBG bemüht sich, trotz der Einschränkungen ihren Fahrgästen zu helfen und empfiehlt, sich vor Fahrtantritt über die Website der BBG oder die VBB-App zu informieren. Der Streik steht im Zusammenhang mit den laufenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV), bei denen es nicht um Gehalt, sondern um den Manteltarifvertrag geht, der Arbeitszeiten, Zuschläge und Eingruppierungen regelt. Bereits am 2. Februar fand ein bundesweiter Streiktag im Nahverkehr statt, und die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. März anberaumt.

Umfang und Hintergründe des Streiks

Der Arbeitskampf betrifft insgesamt rund 100.000 Beschäftigte in etwa 150 öffentlichen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben in allen Bundesländern sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Am Freitag, den 27. Februar, werden in zahlreichen kommunalen Nahverkehrsunternehmen, einschließlich der BBG, keine Busse und Bahnen fahren. Der Streik wird hierbei auch auf den Samstag ausgeweitet. Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, hat bereits betont, dass die Verhandlungen kaum vorankommen, trotz vier Verhandlungsrunden in einigen Bereichen. Die Hauptforderungen beziehen sich auf Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit, Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

In einigen Bundesländern, darunter Bayern, Brandenburg, das Saarland und Thüringen, wird darüber hinaus auch über höhere Löhne verhandelt. Eine aktuelle Studie von ver.di und der Klima-Allianz Deutschland zeigt die hohen Belastungen im Fahrdienst auf, was die Dringlichkeit der Forderungen unterstreicht. Der erste bundesweite Streiktag am 2. Februar 2026 führte bereits zu einem vollständigen Erliegen des Verkehrs in mehr als 100 Unternehmen, und ähnliche Auswirkungen werden auch für die kommenden Streiktage erwartet. In Niedersachsen gilt bis Ende März eine Friedenspflicht, weshalb dort kein Arbeitskampf stattfindet.

Die Relevanz für die Region Barnim

Für die Bürger von Barnim bedeutet der Streik, dass sie an den betroffenen Tagen mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr rechnen müssen. Die BBG steht in der Pflicht, ihre Fahrgäste bestmöglich zu informieren und Alternativen anzubieten, doch die Auswirkungen werden dennoch spürbar sein. Die Situation zeigt, wie wichtig es ist, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Nahverkehr zu verbessern und sich mit den Forderungen der Gewerkschaften auseinanderzusetzen.

Wer mehr Informationen zu den Forderungen und dem aktuellen Stand der Verhandlungen erhalten möchte, kann dies auf der Website von ver.di und der BBG nachlesen. Die nächsten Schritte in den Verhandlungen werden entscheidend dafür sein, wie sich die Lage im öffentlichen Nahverkehr in den kommenden Wochen entwickeln wird. Für die Fahrgäste bleibt nur zu hoffen, dass schnell eine Einigung erzielt werden kann, um den Nahverkehr wieder in gewohnter Weise nutzen zu können.