Zeitreise für Kinder: Buchgeschichte hautnah in Eberswalde erleben!

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Am 1. Dezember 2025 fand in der Johanniter-Kinderakademie Eberswalde eine Zeitreise-Veranstaltung für Schüler statt, die die Entwicklung der Schrift erlebten.

Am 1. Dezember 2025 fand in der Johanniter-Kinderakademie Eberswalde eine Zeitreise-Veranstaltung für Schüler statt, die die Entwicklung der Schrift erlebten.
Am 1. Dezember 2025 fand in der Johanniter-Kinderakademie Eberswalde eine Zeitreise-Veranstaltung für Schüler statt, die die Entwicklung der Schrift erlebten.

Zeitreise für Kinder: Buchgeschichte hautnah in Eberswalde erleben!

Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit erlebten die Schüler der 3. und 4. Klassen der Johanniter-Kinderakademie Eberswalde am 1. Dezember 2025. Anlässlich des „Tags des Buches“ wurden die jungen Teilnehmer in die faszinierende Geschichte der Schrift und des Schreibens eingeführt. Johanniter berichtet, dass die Veranstaltung ein Höhepunkt in der schulischen Bildungsarbeit darstellt.

Was erwartet die Kinder bei solch einer Bildungsreise? Auf dem Programm standen die Anfänge der Schrift, die Höhlenmalereien der Steinzeit, die Entwicklung des Alphabets sowie die Entstehung des Buchdrucks. Hierbei konnten die Schüler die Evolution der Schriftarten hautnah erleben. Es war nicht nur lehrreich, sondern brachte auch jede Menge Spaß mit sich, als die Kids verschiedene Schreibgeräte und Materialien aus unterschiedlichen Epochen begutachteten.

Schriftgeschichte hautnah erleben

Die frühesten Zeugnisse menschlicher Schrift reichen bis etwa 3500 v. Chr. zurück. Die Sumerer erfanden die Keilschrift, die ursprünglich vor allem für administrative Zwecke wie Steuerbescheide genutzt wurde. So berichtet Planet Wissen darüber, dass die sumerische Schriftkultur für die Tempelverwaltung eine zentrale Rolle spielte.

Diese Schriften waren für das damalige Leben unverzichtbar, was den Schreiber zu einer angesehenen und wohlhabenden Berufsgruppe machte. In Ägypten etwa war ein Job als Schreiber oft der erste Schritt in eine Beamtenkarriere. Die Kinder in der Akademie konnten auch die Faszination für die komplexen Hieroglyphen der Ägypter nachspüren, die aus symbolhaften Bildern entstanden und bis etwa 390 n. Chr. weiterentwickelt wurden.

Interaktive Schreibaktionen und kreative Workshops

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Möglichkeit, selbst in die Rolle eines Schreibers zu schlüpfen. Die Schüler durften Hieroglyphen ausprobieren und Lesezeichen aus Pergament gestalten. So konnten sie die Wertschätzung für handgeschriebene Bücher viel besser nachvollziehen, die in der Neuzeit einen großen Stellenwert einnahmen.

Die Entwicklung des Alphabets, eine revolutionäre Errungenschaft, begann um 1500 v. Chr. in Ugarit, was laut Wikipedia als Ursprungsort vieler für moderne Alphabete verwendeter Schriftzeichen gilt. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Phönizier, die im heutigen Syrien und Libanon lebten, ein Alphabet entwickelten, das lediglich 22 Schriftzeichen umfasste. Durch den Handel gelangte dieses Alphabet schließlich nach Griechenland, wo es weiter verfeinert wurde.

Ein solcher Tag voller Abwechslung und Wissen zeigt, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Schrift für die Schüler ist. Es geht nicht nur darum zu lernen, sondern auch darum, die Entwicklung der Kommunikation über Jahrtausende zu wertschätzen und zu verstehen. So wird die Begeisterung für Bücher und das geschriebene Wort lebendig gehalten.