Eberswalde feiert den Pionier: Costa Rica und der Naturschutz vereint!
Eberswalde und Costa Rica: Diplomatischer Salon diskutiert Bildung, Naturschutz und internationale Verbindungen am 11. November 2025.

Eberswalde feiert den Pionier: Costa Rica und der Naturschutz vereint!
In der heutigen Zeit, wo oft wirtschaftliche Krisen und internationale Konflikte die Schlagzeilen dominieren, wird das Thema Klimawandel scheinbar zur Nebensache. Laut Barnim Aktuell gerät die Debatte um die Erderwärmung mehr und mehr aus dem Fokus. Dennoch gibt es Orte, die den Naturschutz in ihren Mittelpunkt rücken und inspirierende Initiativen setzen – wie Costa Rica.
Dieses kleine Land in Zentralamerika, das zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifischen Ozean liegt, hat sich zu einem Vorreiter in Sachen ökologischer Nachhaltigkeit entwickelt. Mit über 5 Millionen Einwohnern und einer Fläche von etwa 51.000 Quadratkilometern ist Costa Rica ein Musterbeispiel für den Einklang von Natur und Mensch. Etwa 27% der Landesfläche sind unter Naturschutz, und die weltberühmten Nationalparks wie Corcovado und Manuel Antonio ziehen jährlich Millionen von Touristen an, die die beeindruckende Biodiversität erleben möchten. Diese Parks sind, wie Frederik Tepe beschreibt, wahre Paradiese für Naturliebhaber mit Wanderwegen, die es ermöglichen, Affen, Faultiere und eine Vielzahl anderer Tierarten zu beobachten.
Eine besondere Verbindung
Ein Highlight der letzten Wochen war der „Diplomatische Salon – Die Welt zu Gast in Eberswalde“, der am 11. November 2025 stattfand. Botschafter S.E. Antonio Jose Lehmann Gutierrez war zu Gast, und über 90 Interessierte fanden sich in der Eberswalder Stadtbibliothek ein. Die Veranstaltung, die von der Stadtbibliothek Eberswalde und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft im Barnim unterstützt wurde, stellte die Verbindungen zwischen Costa Rica und Barnim im Bereich Naturschutz und Bildung in den Mittelpunkt. Der Vorsitzende der Hoeck-Stiftung, Martin Hoeck, betonte, wie wichtig diese Partnerschaften für die Region sind.
Die Wurzeln des Naturschutzgedankens in Costa Rica reichen bis zurück ins Jahr 1963, als Nils Olof Wessberg das Naturreservat Cabo Blanco gründete, das heute Teil des Corcovado Nationalparks ist. Der Botschafter würdigte Wessberg als Visionär, dessen Engagement für die Artenvielfalt auch nach seinem Tod im Jahr 1975 fortlebt.
Bildung und Nachhaltigkeit
Eine weitere Stärke Costa Ricas liegt in seiner Bildungsstrategie. Das Land investiert stark in die Bildung seiner Bevölkerung und widmet keinen Cent für Militär. Diese Einstellung hat auch der Landkreis Barnim aufgegriffen und lässt sich zunehmend auf ähnliche Werte ein. Durch die Verbindung von Bildung und Naturschutz, etwa durch den Naturpark Barnim und das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, wird ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen gefördert. Diese Initiativen sprechen ein ähnliches Publikum an, das den Wert von Naturschutzprojekten erkennt und bereit ist, in nachhaltige Tourismusangebote zu investieren.
Wie eine bundesweite Bevölkerungsbefragung von 2021 zeigt, sind viele Deutsche bereit, für nachhaltige Angebote mehr Geld auszugeben. Dies ist ein ermutigendes Zeichen für Projekten, die versuchen, Naturschutz und Tourismus miteinander zu verbinden, wie es auch der neue Leitfaden des BfN vorschlägt. DWIF stellt in seinem Leitfaden Beispiele dar, wie Naturschutzprojekte wirtschaftliche Vorteile bringen können und zeigt auf, wie wichtig es ist, alternative Finanzierungsquellen zu erschließen.
Insgesamt steht fest: Costa Rica ist nicht nur ein wunderschöner Ort, sondern ein inspirierendes Beispiel dafür, wie man durch Bildung, Naturschutz und nachhaltigen Tourismus eine lebenswerte Zukunft schaffen kann. Die Verbindungen zwischen dieser zentralamerikanischen Nation und dem Landkreis Barnim sind ein Zeichen dafür, dass auch hierzulande ein gutes Händchen für den Umweltschutz gefragt ist.