In Brandenburg ist die Polizei derzeit gefordert, insbesondere nach einem Vorfall am 15. Januar 2026 in Eberswalde, der die Aufmerksamkeit auf die Problematik des Ladendiebstahls lenkt. Ein 32-jähriger Moldauer wurde in einem Discounter in der Potsdamer Allee beim Stehlen von Waren im Wert von etwa 30 Euro ertappt. Doch damit nicht genug: Der Mann hatte ein Taschenmesser bei sich, was diesen Vorfall zu einem Diebstahl mit Waffen erhebt. Bei der Festnahme versuchte er zudem, nach der Waffe eines Polizisten zu greifen, was nur durch körperliche Gewalt verhindert werden konnte. Er wurde schließlich fixiert und in Handschellen gelegt, bevor ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahl und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet wurde. Dies berichtet Barnim Aktuell.

Der Vorfall ist nur ein Teil eines größeren Problems: Die Anzahl der Diebstähle in Deutschland hat einen besorgniserregenden Anstieg erfahren. Laut aktuellen Statistiken gab es im Jahr 2022 rund 1,78 Millionen polizeilich erfasste Diebstähle, was einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders betroffen sind Fälle von Ladendiebstahl, von denen alleine 344.669 registriert wurden. Diese Statistik verweist auf eine allgemeine Zunahme der Kriminalität, die seit 2015 nicht mehr so stark angestiegen ist. Statista hebt zudem hervor, dass Wohnungseinbruchdiebstähle in den Jahren zuvor gesunken sind, jedoch im Jahr 2022 wieder zugenommen haben.

Einbruchsdiebstahl in Basdorf

Am selben Tag wurde ein Einbruchsdiebstahl in ein Einfamilienhaus in Basdorf bei Wandlitz gemeldet. Die Täter verschafften sich gewaltsam Zutritt über ein Fenster im Erdgeschoss. Ob bei diesem Einbruch etwas gestohlen wurde, konnte zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch nicht geklärt werden. Einbruchdiebstahl gilt als schwerer Diebstahlsfall und ist gesetzlich in § 243 StGB geregelt. Wer die Absicht hat, sich mit Diebesgut zu bereichern, muss hier mit hohen Strafen rechnen, die von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe reichen können, je nach Schwere des Falls, berichtet Fachanwalt.de.

Weitere Vorfälle in der Region

In einem weiteren Vorfall fiel Polizisten am Nachmittag des 15.01.2026 in der Lohmühlenstraße eine Kawasaki Ninja ohne Kennzeichen auf. Der 18-jährige Fahrer hatte keine gültige Fahrerlaubnis, das Motorrad war weder zugelassen noch versichert. Er musste das Motorrad an Ort und Stelle stehen lassen und sieht sich nun einem Ermittlungsverfahren gegenüber.

Abends kam es zudem in einer Wohnung in der Bergstraße in Niederfinow zu einem Streit zwischen einem 40-jährigen Mann und einem Familienangehörigen. Dieser eskalierte derart, dass der Mann drohte, sich selbst zu verletzen, und aus dem Haus rannte. Dank der Unterstützung eines Fährtenhundes konnte er in einem Waldstück aufgefunden werden. Allerdings reagierte er äußerst aggressiv und versuchte, nach den Polizisten zu schlagen. Erst die Androhung eines Tasereinsatzes brachte ihn zur Besinnung. Verdächtig unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln wurde er in ein Krankenhaus gebracht, während ein Ermittlungsverfahren zur Klärung der Vorfälle eingeleitet wurde.

Die Ereignisse des 15. Januars zeigen einmal mehr, wie herausfordernd die Sicherheitslage in Brandenburg ist. Bürger und Polizei sind gleichermaßen gefordert, um der steigenden Kriminalität entgegenzuwirken und die Sicherheit wiederherzustellen.