Am 16. Januar 2026 wurde das Neue Rathaus in Bernau zum festlichen Schauplatz, als die Kinder der Herz-Jesu-Kirche, verkleidet als die Heiligen Drei Könige, Bürgermeister André Stahl besuchten. Diese jährliche Traditionsveranstaltung bringt nicht nur Freude, sondern auch eine wichtige Botschaft mit sich. Die Sternsinger überbrachten die besten Wünsche für das neue Jahr und starteten gleichzeitig ihre Aktion unter dem Motto: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“.

Die Dreikönigssänger baten um großzügige Spenden für notleidende Kinder in Bangladesch, wo rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten, von denen 1,1 Millionen unter gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen leiden. Dieses ernüchternde Bild verdeutlicht die drängende Notwendigkeit, sich für die Rechte dieser Kinder einzusetzen. Die Partnerorganisationen der Sternsinger, wie die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) und Caritas Bangladesch, engagieren sich aktiv für die Befreiung von Kindern aus Arbeitsverhältnissen und unterstützen deren (Wieder-)Einschulung.

Ein wichtiges Anliegen

Bürgermeister André Stahl betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Mottos und die Verantwortung, Kindern eine Zukunft zu ermöglichen. „Wir dürfen nicht wegschauen“, so Stahl, „sondern müssen alles daransetzen, diese Kinder zu unterstützen.“ Die Sternsinger erhielten als Dankeschön für ihren Einsatz Schokolade, ein kleiner, aber feiner Gruß für die junge Schar, die mit viel Engagement und Freude in die Stadt unterwegs ist.

Die bundesweite Aktion des Dreikönigssingens, die ihren Ursprung bereits 1959 in der katholischen Kinder- und Jugendarbeit fand, hat sich zur größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit entwickelt. Gabriele Wolf, die das Dreikönigssingen in Bernau seit vielen Jahren organisiert, betont: „Es ist schön zu sehen, wie unsere Kinder sich für andere einsetzen und ihre Stimme erheben.“

Ein Zeichen der Hoffnung

Traditionell wird am Haupteingang des Neuen Rathauses das Kreidezeichen 20C+M+B+26* angebracht, ein sichtbares Zeichen für den Segen der Heiligen Drei Könige und ein Zeichen der Hoffnung für das neue Jahr. Die Aktion erinnert alle Bürgerinnen und Bürger daran, wie wichtig es ist, in der Gesellschaft zusammenzustehen und sich für die benachteiligten Kinder einzusetzen, die in Bangladesch und anderen Teilen der Welt unter schwierigen Bedingungen leben.

Es bleibt zu hoffen, dass die Initiative nicht nur in Bernau, sondern auch auf nationaler und internationaler Ebene Gehör findet. Die Kinder und Jugendlichen von Bernau tragen mit ihrem Engagement einen kleinen, aber entscheidenden Teil zur Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Altersgenossen bei. Jeder Beitrag zählt, und vielleicht wird der ein oder andere Zuhörer inspiriert, selbst aktiv zu werden.