Sanitäterin schwer verletzt: Aggressiver Mann greift im Einsatz an!

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Ein aggressiver Vorfall in Bernau: Ein 62-Jähriger greift während eines Rettungseinsatzes eine Sanitäterin an und verletzt sie schwer.

Ein aggressiver Vorfall in Bernau: Ein 62-Jähriger greift während eines Rettungseinsatzes eine Sanitäterin an und verletzt sie schwer.
Ein aggressiver Vorfall in Bernau: Ein 62-Jähriger greift während eines Rettungseinsatzes eine Sanitäterin an und verletzt sie schwer.

Sanitäterin schwer verletzt: Aggressiver Mann greift im Einsatz an!

In Bernau sorgen schockierende Vorfälle aus dem Rettungsdienst für Gesprächsstoff und einen Aufruf zur Unterstützung der Einsatzkräfte. Am 22. Juni 2025 wurde eine 62-jährige Sanitäterin bei einem Routineeinsatz im Rettungswagen schwer verletzt, als der Patient, den sie versorgte, sie unvermittelt ins Gesicht schlug. Der Mann, der medizinische Hilfe benötigte, war zuvor von einem Zeugen im Straßengraben aufgefunden worden und wurde von den Rettungskräften zur Behandlung ins Krankenhaus transportiert. Während der Fahrt stießen die Helfer auf einen Autobahnunfall auf der A11, was den Mann zu einer aggressiven Reaktion veranlasste, als das Team anhielt, um zu helfen. Die Polizei musste gerufen werden, um den Angreifer zu überwältigen. Er wurde letztlich unter Polizeibegleitung ins Krankenhaus gebracht. Aktuell laufen die Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf die Rettungskräfte, wie moz.de berichtet.

Was in Bernau geschah, spiegelt ein immer drängenderes Problem wider, das auch in anderen Regionen Deutschlands zu beobachten ist. So wurde in Dresden, in der Nacht zum Freitag, ein Notfallsanitäter bei einem Einsatz schwer verletzt. Ein Notruf von Freunden einer 18-jährigen Frau, die sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand, führte zu dem Einsatz. Die Rettungscrew konnte die Patientin nur schwer überzeugen, ins Krankenhaus zu fahren. Während der Versorgung im Wagen randalierte die Patientin und verletzte den 39-jährigen Sanitäter, indem sie ihm die Hand brach. Der Transport der Verletzten musste ebenfalls unter polizeilicher Begleitung stattfinden. Diese Vorfälle klingen alarmierend und lassen erkennen, dass die Sicherheit von Rettungskräften gefährdet ist, wie mdr.de aufzeigt.

Die Schattenseiten des Rettungsdienstes

Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sind immer wieder mit aggressivem Verhalten konfrontiert. Sie berichten von häufigen Übergriffen, körperlichen Auseinandersetzungen sowie verbalen Attacken, die sie im Rahmen ihrer Arbeit erdulden müssen. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum aus dem Jahr 2011 belegt, dass mehr als 50% der Rettungskräfte sich auf Konfliktsituationen unvorbereitet fühlten. Körperliche Auseinandersetzungen führen nicht nur zu sichtbaren Verletzungen wie Prellungen und Hämatomen, sondern können auch schwere psychische Folgen, wie posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), hervorrufen. Diese Problematik wird oft tabuisiert, obwohl es wichtig ist, darüber zu sprechen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. sicherer-rettungsdienst.de zeigt auf, wie wichtig es ist, die Gewalt im Rettungsdienst zu enttabuisiert und Arbeitsschutzmaßnahmen im Bereich Gewaltschutz zu stärken.

Angesichts dieser Vorfälle wird deutlich, dass die Sicherheit der Sanitäter in den Fokus rücken muss. Entwicklung von Deeskalationsschulungen, Fortbildungen zu Interventionstechniken und die Bereitstellung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung sind essenziell. Es liegt an den Arbeitgebern, die Fürsorgepflicht zu erfüllen und die Priorität auf einen sicheren Arbeitsablauf für alle Einsatzkräfte zu setzen. Und es ist an der Zeit, der Gesellschaft klarzumachen, dass die Achtung und der Schutz unserer Rettungskräfte unerlässlich sind.