Bernau bei Berlin, eine charmante Stadt, die nur etwa 30 Minuten mit der S-Bahn vom Zentrum Berlins entfernt ist, bietet eine ideale Kombination aus Stadtbesichtigung, Radtour und Erholung am Badesee. Die nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer, die mittelalterliche Altstadt und die typischen DDR-Plattenbauten machen einen Ausflug hierher besonders interessant. Die Stadt wurde um 1140 von Albrecht dem Bären gegründet, angeblich wegen des guten Bieres, und hat sich seitdem zu einem attraktiven Ziel für Tagesausflüge entwickelt.

Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer ist besonders empfehlenswert. Diese beeindruckende Befestigungsanlage stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert und war ursprünglich 1.496 Meter lang, acht Meter hoch und zwischen einem halben und anderthalb Meter breit. Heute sind noch rund 1.200 Meter der Feldsteinmauer erhalten, die den Stadtkern umschließt. Zu den bemerkenswerten Bauwerken gehört das Steintor, das einzige erhaltene von ehemals drei Stadttoren, welches heute das Heimatmuseum beherbergt. Außerdem wurde am 31. Mai 2013 das Mühlentor als neues Wahrzeichen eröffnet, an der Stelle eines 1885 abgerissenen Stadttors.

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Die Geschichte der Stadtmauer

Die Stadtmauer von Bernau ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbefestigungen in Brandenburg. Sie schützt die Stadt bis heute und umfasst zahlreiche historische Elemente, darunter 42 Wiekhäuser, zwei Rundtürme und drei Tore. Die erste Bauphase der Stadtmauer endete im 13. Jahrhundert, wobei sie hauptsächlich aus Feldsteinen errichtet wurde. Im 15. Jahrhundert wurde die Mauer mit Backsteinen verstärkt, was ihre defensive Funktion unterstützte.

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Im Laufe der Geschichte versuchten verschiedene Angreifer, die Stadt einzunehmen. Ein bekanntes Ereignis ist der Angriff eines Hussiten-Heeres im Jahr 1432, der jedoch fehlschlug. Dieses Ereignis wird jährlich am zweiten Juniwochenende mit dem Hussitenfest gefeiert. Auch die Raubritter Dietrich von Quitzow scheiterten 1402 bei ihrem Versuch, Bernau zu erobern. Solche historischen Rückblicke verleihen der Stadt eine besondere Atmosphäre.

Sehenswürdigkeiten und Barrierefreiheit

Einer der Höhepunkte ist die spätgotische St.-Marien-Kirche, die seit 1519 besteht und einen Flügelaltar besitzt, der der Schule Lucas Cranachs zugeschrieben wird. Ein Fachwerkbau, das Kantorhaus, dokumentiert die musikalische Geschichte Bernaus und wurde in den 80er Jahren rekonstruiert.

Die Stadt hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte in Bezug auf Barrierefreiheit gemacht. Ein barrierefreier Weg führt rund um die Stadtmauer, und die Sehenswürdigkeiten sind gut geeignet für Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren und Familien mit Kinderwagen. Dazu gehören Maßnahmen wie die Umgestaltung des Bahnhofs, die Absenkung von Bordsteinen und der Bau von barrierefreien WCs. Es gibt sogar Angebote für schwerhörige Gäste, was zeigt, dass Bernau ein einladendes Ziel für alle ist.

Insgesamt bietet Bernau bei Berlin nicht nur eine faszinierende Geschichte und beeindruckende Bauwerke, sondern auch vielfältige Freizeitmöglichkeiten in der Natur. Ein Tagesausflug hierher lässt sich wunderbar mit einer Radtour oder einem entspannten Tag am Badesee kombinieren. Für weitere Informationen und Inspirationen zu Ihrem Besuch in Bernau können Sie die t-online.de Seite besuchen. Auch die dbausflug.de Seite bietet nützliche Informationen zu den touristischen Angeboten der Stadt. Wer noch tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, findet auf burgenwelt.org spannende Details zur Stadtmauer und ihrer Bedeutung.