Baukulturpreis: Neun Projekte aus Schorfheide-Chorin ausgezeichnet!
Am 2.12.2025 wurden im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin neun Bauprojekte für nachhaltige Baukultur ausgezeichnet.

Baukulturpreis: Neun Projekte aus Schorfheide-Chorin ausgezeichnet!
Am Freitag fand im malerischen Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin eine festliche Auszeichnungsveranstaltung statt, die nicht nur die kreativsten Köpfe der Region zusammenbrachte, sondern auch den erfolgreichen Abschluss des Wettbewerbs „Baukultur in den Biosphärenreservaten Brandenburgs“ feierte. Der Wettbewerb, der unter dem Motto „Regionales Bauen für unsere Zukunft“ lief, diente der Förderung nachhaltiger Bauprojekte und der Stärkung der regionaltypischen Baukultur. In diesem Jahr waren insgesamt 28 Teilnehmer aus drei Biosphärenreservaten – der Flusslandschaft Elbe, Schorfheide-Chorin und dem Spreewald – dabei, und es gingen über 70 Bewerbungen ein.
Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch vom Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (MLEUV) und Staatssekretärin Dr. Ina Bartmann vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) überreichten die Preise in einer feierlichen Zeremonie. „Gute Baukultur trägt nicht nur zur Identität unserer Region bei, sie spielt auch eine entscheidende Rolle im Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels“, betonte Dr. Bartmann in ihrer Rede. Ihr Kollege Nickisch hob zudem die Notwendigkeit hervor, wirtschaftliche und ökologische Interessen in Einklang zu bringen – ein Grundsatz, den die Preisträger mit ihren Projekten eindrucksvoll verkörperten.
Preisträger und Kategorien
Im Rahmen der Preisverleihung wurden hervorragende Bauprojekte in mehreren Kategorien ausgezeichnet. Hier sind die glücklichen Preisträger:
- Ortsbild: Ferdinand von Hohenzollern für die Sanierung eines Gutshauses in Friedenfelde.
- Freiraum: Krassuski-Projektmanagement mit Martin Krassuski für die Burgruine Greiffenberg.
- Neubau: Friederike Fuchs für das „Strohhaus Dahmsdorf“.
- Ideen: Krassuski-Projektmanagement für das Sanierungsprojekt „Kirche Crussow“.
- Bestand: Dr. Michael und Christina Niedermeier für „Das Marowski-Haus“.
Auch in diesem Jahr wurden zusätzlich zwei Sonderpreise aus privatem Sponsoring sowie fünf besondere Anerkennungen vergeben, die besonders gelungene Beispiele und innovatives Denken belohnten.
Ein Wettbewerb für die Region
Mit diesem Wettbewerb möchte man nicht nur die Sichtbarkeit guter Beispiele fördern, sondern auch einen Dialog über nachhaltiges Bauen anstoßen. Die mit rund 123.000 Euro veranschlagten Kosten für den Wettbewerb 2025 sind gut angelegt, denn sie dienen der langfristigen Entwicklung einer umweltfreundlichen Baukultur in Brandenburg.
Der Wettbewerb ermutigte Bauherren, Projektträger und Planer, sich mit regionaltypischem Bauen auseinanderzusetzen, wobei sowohl private als auch öffentliche Bauprojekte ausgezeichnet wurden. Zu den Bewertungskriterien zählten unter anderem die Bewahrung und Entwicklung traditioneller Siedlungsformen sowie die Verwendung nachhaltiger Baustoffe. Auch die gesellschaftliche und soziale Relevanz der Bauprojekte spielte eine zentrale Rolle bei der Auswahl der Preisträger.
Das große Interesse an solch einem Wettbewerb zeigt, wie wichtig den Menschen die Verbindung zu ihrer Heimat und der Erhalt regionaler Baukultur ist. Die nächste Gelegenheit zur Teilnahme an einem ähnlich aufgebauten Wettbewerb besteht bereits im Jahr 2025. Hier sind weitere Informationen zu finden.
Insgesamt lässt sich sagen: Brandenburg hat ein gutes Händchen für nachhaltiges Bauen und innovative Ideen. Ganz nach dem Motto des Wettbewerbs: Gemeinsam gestalten wir die Zukunft unserer Region!
Barnim und Natur Brandenburg berichten ebenfalls über diesen inspirierenden Wettbewerb und seine erfolgreichen Projekte. Es bleibt spannend, welche neuen Ideen die nächsten Jahre hervorbringen werden!