Barnim im Wohnungsbau-Turbo: So entstehen günstige Mietwohnungen!

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Die Bundesregierung fördert den Wohnungsbau im Landkreis Barnim, um sozialen Wohnraum zu schaffen und Baukosten zu senken.

Die Bundesregierung fördert den Wohnungsbau im Landkreis Barnim, um sozialen Wohnraum zu schaffen und Baukosten zu senken.
Die Bundesregierung fördert den Wohnungsbau im Landkreis Barnim, um sozialen Wohnraum zu schaffen und Baukosten zu senken.

Barnim im Wohnungsbau-Turbo: So entstehen günstige Mietwohnungen!

Im Landkreis Barnim steht der Wohnungsbau vor entscheidenden Veränderungen. Die neue Bundesregierung hat kürzlich den „Wohnungsbau-Turbo“ ins Leben gerufen, der auch hier spürbare Verbesserungen bringen soll. Astrid Gehrke, die Vorsitzende der IG BAU Oderland, hat den dringenden „Aufschwung Wohnen“ für Barnim und Brandenburg gefordert. Die Notwendigkeit für mehr Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnraum wird immer klarer, denn laut Schätzungen fehlen in Deutschland insgesamt etwa 800.000 Wohnungen, wobei die Lage für viele Familien und ArbeitnehmerInnen prekär ist.

Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Barnim 792 Neubauten fertiggestellt. Auffällig ist, dass 482 davon Ein- und Zweifamilienhäuser sind. Die damit verbundenen Bauwerkskosten beliefen sich auf rund 163,8 Millionen Euro. Gehrke schlägt eine Neubau-Offensive vor, die neben mehr Neubauten auch Sanierungen umfasst, insbesondere für seniorengerechtes Wohnen. Eine Senkung der Baukosten um ein Viertel bis zu einem Drittel ist dabei angestrebt. Sie insistiert auf einer Entbürokratisierung im Bauwesen, um die notwendige Zahl an Neubauten schnell erreichen zu können.

Einfacher und günstiger Bauen

Ein innovativer Vorschlag ist der Einsatz des „Gebäude-Typs E“, der für einfaches und effizientes Bauen steht. Hierbei sollen Kosten durch den Verzicht auf High-End-Technik sowie durch weniger Pkw-Stellplätze und keinen Tiefgaragenplätze gesenkt werden. „Zu viele Standards beim Lärm- und Klimaschutz können den Bau behindern. Wir brauchen ein Label „gut & günstig“, um der Wohnungsnot zu begegnen“, betont Gehrke. Der Staat könnte durch gesenkte Baukosten sogar die bereitgestellten Fördermittel reduzieren.

Bundesweit wird für den Neubau von 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr ein Finanzrahmen von mindestens 11 Milliarden Euro und für 60.000 bezahlbare Wohnungen von etwa 4 Milliarden Euro jährlich benötigt. Aktuell müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, damit der Wohnungsmarkt nicht nur stabilisiert, sondern auch gestärkt wird.

Herausforderungen im Wohnungsbau

Der Bau hat durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die darauf folgende Zinswende erhebliche Herausforderungen erlebt. Dennoch, so schreibt bmwsb, sind die Bauzinsen seit Ende 2023 deutlich gesunken. Diese positive Entwicklung zeigt sich in der steigenden Anzahl neuer Hypotheken-Abschlüsse, was Hoffnung auf eine Belebung des Marktes macht. Im Jahr 2023 betrug der Anteil des Wohnungsbaus am gesamten Bauvolumen beachtliche 57 %.

Dennoch bleibt der Wohnungsmarkt angespannt, insbesondere in Oberzentren und Ballungsräumen, wo die Preise für Neubauten im vierten Quartal 2024 um etwa 3,1 % gestiegen sind. Die energetische Sanierung hinkt ebenfalls hinterher. Um die Klimaziele zu erreichen, muss die Sanierungsrate von weniger als 1 % des Wohnungsbestands pro Jahr erheblich gesteigert werden.

Wie sieht die Zukunft für Barnim aus? Es bedarf eines Umsteuerns in der Wohnungspolitik, um nicht nur bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sondern auch klimagerechten, familien- und altersgerechten Wohnraum. Der Handlungsbedarf ist klar und die Möglichkeiten stehen bereit. Hier sind Mut und innovative Ideen gefragt, um den Wohnungsbau in der Region auf die nächste Stufe zu heben.

Für weitere Informationen und Details lesen Sie auch: Bernau Live, IG BAU, und BMWSB.