Heute ist der 26.02.2026 und in der Region Spree-Neiße steht ein bedeutender Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr bevor. Die Gewerkschaft ver.di hat zu Streiks am 27. und 28. Februar 2026 aufgerufen, was erhebliche Einschränkungen im gesamten Liniennetz der Cottbusverkehr GmbH und der Spree-Neiße-Cottbusverkehr GmbH zur Folge haben wird. Betroffen sind sowohl die Straßenbahn- als auch die Stadt- und Regionalbuslinien, was einen massiven Ausfall des gewohnten Verkehrs erwarten lässt.
Die Verdi fordert in einem laufenden Tarifstreit unter anderem eine Lohnerhöhung von 12 Prozent, mindestens 400 Euro mehr, ein 13. Monatsgehalt sowie eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um drei Stunden bei vollem Lohnausgleich. Auch längere Mindestruhezeiten stehen auf der Agenda. In den letzten Wochen gab es bereits eine Arbeitsniederlegung, und die aktuelle Situation ist angespannt, da die Verhandlungen kaum vorankommen, wie Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, betont.
Fahrgäste und Schülerverkehr betroffen
Das Streikende Mitarbeitende fehlen im Fahrbetrieb, was den gewohnten Betrieb erheblich beeinträchtigt. Dennoch bemühen sich nicht streikende Mitarbeitende, den Schülerverkehr am Freitag abzusichern. Die Präsenzpflicht für Schüler in Brandenburg wird am Freitag aufgehoben, sodass die Eltern entscheiden können, ob ihre Kinder zur Schule gehen. Schüler gelten als entschuldigt, wenn sie rechtzeitig informiert werden. Es ist jedoch zu beachten, dass auch der Schülerverkehr von den Streiks betroffen sein kann, was für viele Familien eine Herausforderung darstellt.
Fahrgäste werden dringend gebeten, ihre individuelle Wegeplanung zu berücksichtigen und sich kurz vor Fahrtantritt über die Internetseiten oder Social-Media-Kanäle über aktuelle Informationen zu Fahrten zu informieren. Die unklare Sachlage und mögliche unangekündigte Fahrtausfälle könnten die Reiseplanung erheblich erschweren.
Bundesweiter Arbeitskampf im Nahverkehr
Der Warnstreik in Cottbus steht nicht isoliert da, sondern ist Teil eines bundesweiten Arbeitskampfes im kommunalen Nahverkehr. Am 27. und 28. Februar 2026 werden in zahlreichen weiteren Städten keine Busse und Bahnen fahren. Betroffen sind insgesamt 150 öffentliche Verkehrsunternehmen und Busbetriebe in allen Bundesländern sowie in großen Städten wie Berlin, Hamburg und Bremen. Schätzungen zufolge sind rund 100.000 Beschäftigte von den Streiks betroffen. Diese umfassenden Maßnahmen sind eine Reaktion auf die unzureichenden Arbeitsbedingungen, die in einer Studie von ver.di und der Klima-Allianz Deutschland dokumentiert wurden.
Für alle, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, wird empfohlen, sich über die Entwicklung der Lage auf den Webseiten von ver.di und den entsprechenden Verkehrsunternehmen zu informieren. Die Situation bleibt angespannt, und die nächsten Tage werden zeigen, wie sich die Verhandlungen und die Streiks weiter entwickeln.