Am gestrigen Abend fand in Spremberg der Jahresempfang der Stadt statt, der gleichzeitig den offiziellen Auftakt zum Jubiläumsjahr „725 Jahre Spremberg/Grodk“ markierte. Zahlreiche Gäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fanden sich ein, darunter Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik sowie eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Szprotawa. Bürgermeisterin Christine Herntier hieß alle Anwesenden herzlich willkommen und moderierte die Veranstaltung gemeinsam mit Michael Apel, dem Geschäftsführer der Spremberger Kino- und Kultur GmbH. Niederlausitz Aktuell berichtet, dass die Themen des Abends aktuelle Entwicklungen, den Strukturwandel sowie die bevorstehenden Feierlichkeiten umfassten.

Ein Highlight der Veranstaltung war der Hauptredner Adi Rösch, Vorstandsvorsitzender der LEAG. Er sprach über den Wandel am Kraftwerksstandort Schwarze Pumpe, der einen Übergang zu erneuerbaren Energiequellen einleitet. Dies passt gut zur übergreifenden Strategie zur Fachkräftegewinnung in der Region. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das neu geplante „Innovatorium Lausitz“, eine Bildungsstätte im Industriepark Schwarze Pumpe, welche Fachkräfte akquirieren und ausbilden soll. Das Ziel ist es, den rund 3000 benötigten Fachkräften in den kommenden fünf Jahren ein Zuhause zu bieten, so dass sie in der Region bleiben können. Der Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe hat bereits mit der Altech Group eine zentrale Partnerschaft zur Schaffung von 300 Ausbildungsplätzen vereinbart.

Ein Feierjahr mit zahlreichen Events

Das Jubiläumsjahr wird reichhaltig gefüllt sein mit Veranstaltungen wie Ausstellungen, einem Gesangs- und Filmwettbewerb, einem Blasmusik-Contest sowie einem Vortrag von Gabriele Krone-Schmalz. Die Stadt- und Touristinformation am Markt hält bereits Veranstaltungsflyer und Festschriften zur Stadtgeschichte bereit, die begeistert aufgenommen werden. Wer noch ein schönes Andenken sucht, hat die Möglichkeit, Werbeartikel zum Jubiläum zu erwerben, einschließlich Flaschenöffner, Beutel, Kalender und sogar ein spezielles Skatspiel.

In einem breiteren Kontext findet der Strukturwandel in der Lausitz aktiv statt, was durch das im Jahr 2020 in Kraft getretene Strukturstärkungsgesetz untermauert wurde. Insgesamt steht bis 2038 ein Fördervolumen von über 10 Milliarden Euro zur Verfügung, wovon ein Großteil in Projekte zur Schaffung neuer Industriearbeitsplätze fließen soll. Auf dieser Plattform wird transparent gemacht, wie die Fördermittel verwendet werden, trotz der teilweise schwierigen Partizipation der Bevölkerung und der kritischen Stimmen in der Politik.

In Anbetracht der Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung und Integration von Fachkräften, zeigt sich, dass die Region in eine spannende Phase des Wandels eintritt. Der Blick auf das Jubiläumsjahr und die bevorstehenden Feierlichkeiten ist auch eine Gelegenheit, die positiven Entwicklungen und den Einsatz vieler Akteure zu würdigen.