Die Gemeinde Lieskau kann sich freuen: Ein neuer Radweg wird gebaut, der eine sichere Verbindung nach Schleife schafft. Dies ist besonders wichtig, da Lieskau als der am weitesten von Spremberg entfernte Ortsteil etwa 3–4 Kilometer von Schleife entfernt liegt. Schleife selbst ist eine kleine Oase, die über Infrastruktur wie Schulen, Arztpraxen und Gastronomie verfügt, die für die Lieskauer von großer Bedeutung sind. Doch bis jetzt war die Erreichbarkeit eingeschränkt. Die bislang genutzte Ortsverbindungsstraße bietet keinen Sicherheitsstreifen für Fußgänger und Radfahrer, was die Sicherheit auf diesem Schulweg stark gefährdet hat. Das Unfallpotenzial war also angesichts der täglichen Schülerbewegungen durchaus gegeben.

Dank eines gemeinsamen Projekts zwischen der Stadt Spremberg und der Gemeinde Schleife wird dieser Missstand nun behoben. Der neue Radweg beginnt am Dorfgemeinschaftshaus in Lieskau und windet sich bis zum Schulkomplex in Schleife, wo er schließlich in den Lieskauer Weg mündet. Nicht nur für Schüler ist dies ein Gewinn; auch Erwachsene erhalten damit eine sichere Möglichkeit, die Annehmlichkeiten der Nachbargemeinde ohne Auto zu erreichen.

Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur

Diese Initiative passt perfekt in den aktuellen Trend der Radverkehrsfreundlichkeit in Sachsen. Laut den neuesten Daten des Freistaats werden im Jahr 2024 insgesamt 36 Anträge zur Radverkehrsförderung bewilligt, was ein Gesamtvolumen von 12,8 Millionen Euro umfasst. [Lasuv] berichtet von der Bewilligung durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, wobei die Gelder sowohl aus Landesmitteln als auch aus Bundesfinanzhilfen stammen. Die realisierten Projekte zielen darauf ab, die Attraktivität und Sicherheit des Radverkehrs zu verbessern. So werden unter anderem 16,635 Kilometer neue Radwege erschaffen, um nachhaltige Mobilität und Klimaschutz in Sachsen zu fördern. Durch diese Maßnahmen wird nicht nur Radfahren sicherer, sondern auch umweltfreundlicher.

Der neue Radweg in Lieskau wird die touristische Radweginfrastruktur in der Region zusätzlich aufwerten. Der Anschluss an die beliebten Radwege wie den Fürst-Pückler-Radweg, die Geologietour und den Froschradweg macht die Gegend für Radfahrer besonders attraktiv. Dies könnte positive Auswirkungen auf den lokalen Tourismus haben.

Natur- und Umweltschutz im Fokus

Bei der Planung des Radwegs wurde auch an den Naturschutz gedacht. Es wurden Maßnahmen ergriffen, um eine bestehende Baumreihe zu erhalten, und der Radweg wird westlich daran vorbeiführen. Dies zeigt, dass umweltbewusstes Handeln und der Ausbau der Radinfrastruktur Hand in Hand gehen können – ein Ansatz, der in Zeiten des Klimawandels wichtiger ist denn je.

Der Bau ist für das Jahr 2025 vorgesehen, und die Stadtverordneten haben bereits im April die Planung sowie Umsetzung der Vorzugsvariante beschlossen. Die Vorfreude auf den neuen Radweg ist groß, sowohl bei den Lieskauern als auch bei den Schleifern, und könnte somit nicht nur die Lebensqualität in der Region erhöhen, sondern auch einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Mobilität darstellen. Radfahren wird zunehmend zum Herzstück einer umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Mobilität, wie auch [Radverkehr Sachsen] betont.