In einer bedeutenden Veränderung für die medizinische Versorgung in der Lausitz hat das Diakonissenhaus Teltow die Mehrheitsanteile an der Lausitz Klinik Forst übernommen. Die Klinik war seit Mai 2014 Teil der Ernst von Bergmann-Gruppe und wird künftig zu 51 Prozent von dem diakonischen Unternehmensverbund kontrolliert, während die Stadt Forst 49 Prozent der Anteile hält. Der Gesellschafterwechsel tritt am 1. April 2026 in Kraft und erfolgt im Rahmen eines Sanierungskurses des Klinikums Ernst von Bergmann.[1]
Die Lausitz Klinik Forst ist ein Krankenhaus der Grundversorgung mit nahezu 200 Betten und einer zentralen Notaufnahme. Ihre Schwerpunkte liegen in der stationären Geriatrie, der Inneren Medizin sowie in ambulanten operativen Eingriffen. Auch die Kooperationen mit der Medizinischen Universität Lausitz in den Bereichen Urologie, Schlaganfallversorgung und Wirbelsäulenchirurgie betonen die fachliche Ausrichtung der Klinik. Zudem ist die Klinik Teil der Modellregion Gesundheit Lausitz und engagiert sich in digitalen Prozessen sowie innovativen IT-Lösungen.[2]
Verantwortung und Herausforderungen
Geschäftsführer Tomislav Gmajnic des Diakonissenhauses betont die Verantwortung, die der Unternehmensverbund für die medizinische Versorgung vor Ort übernimmt. Jens Handreck, Gesellschaftervertreter der Stadt Forst, hebt die zentrale Bedeutung der Klinik für die Bürger hervor, während Prof. h.c. Hans-Ulrich Schmidt die Herausforderungen und die Verantwortung des Diakonissenhauses für eine moderne Versorgung in den Vordergrund stellt. Brigitte Meier, Vorsitzende des Aufsichtsrates, bezeichnet den Gesellschafterwechsel als richtigen Schritt im Rahmen der Krankenhausreform.[1]
Die Entscheidung für den Gesellschafterwechsel kommt nicht ohne Herausforderungen. Laut Gmajnic war der Verkauf der Anteile eine schwere Entscheidung, die jedoch notwendig war, um die Klinik zukunftsfähig zu machen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Diakoniekrankenhaus Naëmi-Wilke-Guben, das seit Mai 2025 ebenfalls zum Unternehmensverbund gehört, unterstreicht die strategische Ausrichtung des Diakonissenhauses in der Region.[2]
Ein Blick in die Zukunft
Die Übernahme der Lausitz Klinik Forst durch das Diakonissenhaus Teltow ist ein bedeutender Schritt in der Transformation der Gesundheitsversorgung in der Region. Die Klinik wird weiterhin ihre medizinischen Leistungen unverändert anbieten, was eine stabile Versorgung für die Bevölkerung gewährleistet. Zudem wird die Integration in den diakonischen Verbund des Diakonissenhauses Teltow neue Möglichkeiten der interprofessionellen Zusammenarbeit und Innovationen im Gesundheitssektor eröffnen. Die Herausforderungen, die mit der Krankenhausreform verbunden sind, erfordern ein verlässliches und regional denkendes Management, was durch diesen Schritt in greifbare Nähe rückt.
Insgesamt zeigt dieser Wechsel die dynamische Entwicklung im Gesundheitssektor und die Notwendigkeit, sich den Veränderungen anzupassen, um eine hochwertige medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten. Die Lausitz Klinik Forst wird somit nicht nur ein Teil des Diakonissenhauses Teltow, sondern auch ein zentraler Akteur in der Gesundheitsversorgung der Lausitz bleiben.


