Heute, am 26. Februar 2026, bereiten sich viele Menschen in der Region Oberspreewald-Lausitz auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr vor. Die Gewerkschaft Verdi hat für den 27. und 28. Februar zu einem Warnstreik im kommunalen Nahverkehr aufgerufen, der auch den Busverkehr im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL) stark beeinträchtigen wird. Betroffen sind insbesondere die Städte Senftenberg, Calau, Vetschau und Lübbenau, wo massive Ausfälle bei den Linien erwartet werden. Die Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz (VGOSL) und das beauftragte Busunternehmen KVG Dreiländereck/OSL Bus GmbH stehen direkt im Fokus dieses Arbeitskampfes.
Besondere Herausforderungen ergeben sich für die Schülerbeförderung, da der Streik am Freitagmorgen beginnt. Eltern und Schüler werden gewarnt, dass sie mit Einschränkungen rechnen müssen, und es wird auf die offizielle Webseite der VGOSL verwiesen, die Informationen über gestrichene Fahrten unter dem Punkt „Fahrplanabweichungen“ bereitstellt. Der Landkreis hat zudem angekündigt, dass die Präsenzpflicht an Schulen im Land Brandenburg für diesen Freitag ausgesetzt wird. Schüler gelten als entschuldigt, sofern dies rechtzeitig mitgeteilt wird, während Lehrkräfte verpflichtet sind, zur Arbeit zu kommen und Aufgaben für abwesende Schüler vorzubereiten.
Auswirkungen des Streiks auf den Nahverkehr
Der Warnstreik wird nicht nur in Oberspreewald-Lausitz spürbar sein, sondern auch in anderen Teilen der Lausitz. Am Freitag und Samstag droht ein kompletter Stillstand im Nahverkehr. Die Gewerkschaft Verdi hat bundesweit zu diesem Warnstreik aufgerufen, was bedeutet, dass auch Cottbusverkehr sowie mehrere regionale Verkehrsbetriebe in Spree-Neiße und umliegenden Landkreisen betroffen sind. Beschäftigte zahlreicher kommunaler Verkehrsunternehmen werden in den frühen Morgenstunden die Arbeit niederlegen, und der Streik könnte bis in die Nacht zum Samstag oder Sonntag andauern. Reisende sollten sich frühzeitig über Alternativen informieren und mehr Zeit einplanen, da in weiten Teilen von Cottbus, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz kaum Busse unterwegs sein werden.
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Der Tarifkonflikt, der zu diesem Streik führt, konzentriert sich vor allem auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Nahverkehr. Verdi fordert unter anderem mehr Urlaubstage, zusätzliches Urlaubsgeld und eine Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Schichten. Der Warnstreik ist bereits der zweite bundesweite Warnstreik in dieser Tarifrunde, und weitere Verhandlungen sind für die kommende Woche angekündigt. In vielen Bundesländern, einschließlich Brandenburg, wird auch über höhere Löhne verhandelt. Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, hat auf die schleppenden Verhandlungen hingewiesen, die trotz mehrerer Runden kaum Fortschritte zeigen.
Hintergrund und Kontext
Insgesamt sind rund 100.000 Beschäftigte in 150 öffentlichen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben in allen Bundesländern sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen von diesem Streik betroffen. Eine Studie von Verdi und der Klima-Allianz Deutschland hat hohe Belastungen im Fahrdienst aufgezeigt, was die Dringlichkeit der Forderungen unterstreicht. Der erste bundesweite Streiktag am 2. Februar 2026 führte bereits in mehr als 100 Unternehmen zu einem vollständigen Erliegen des Verkehrs für 24 Stunden. Daher ist es verständlich, dass die Gewerkschaft den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber erhöhen möchte, um bessere Bedingungen zu erreichen.
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