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Osterstimmung im Spreewald: Am 07. und 08. März 2026 findet im Spreewaldmuseum Lübbenau die 25. Ostereiermesse statt. Diese Veranstaltung ist die größte ihrer Art in der Region und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Die Veranstalter rechnen mit rund 1.500 Gästen an diesem Wochenende, die sich von der Kreativität und der Vielfalt der Ostereierkunst inspirieren lassen können. Etwa 40 Künstlerinnen und Künstler aus Brandenburg, Sachsen und Berlin präsentieren ihre kunstvollen Arbeiten, die in verschiedenen Techniken verziert sind.

Besonders im Fokus steht die sorbische Ostereierkunst, die eine lange Tradition in der Region hat. Die Kunstwerke umfassen Verzierungen auf Hühnereiern, Gänseeiern sowie Nandu- und Straußeneiern. Die Preise für die klassischen Deko-Eier liegen zwischen sechs und acht Euro. Besonders beliebt sind die traditionellen Techniken wie die Wachs-Batik-Technik und die Kratz-Technik, die oft als Brauch in der Familie weitergegeben werden.

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Vielfalt der Techniken und kulturelle Bedeutung

Die Ostereiermesse bietet den Besuchern die Möglichkeit, nicht nur die fertigen Kunstwerke zu bewundern, sondern auch an Mitmach-Angeboten für Familien teilzunehmen. Hierbei können die Gäste selbst aktiv werden und die verschiedenen Techniken der Eierverzierung kennenlernen, darunter auch das Wachsbossieren und die Ätztechnik. Jedes Muster, das auf den Eiern zu finden ist, hat eine kulturelle Bedeutung und erzählt eine eigene Geschichte.

Die positive Rückmeldung der Besucher zeugt von der authentischen Atmosphäre im Museum. Viele schätzen die Vielfalt an Eiern und Farben, die die Künstler präsentieren. Um die Wartezeiten zu minimieren, empfehlen die Veranstalter, Tickets online zu erwerben oder Zeitfenster für den Besuch zu reservieren. Die Öffnungszeiten sind am Samstag und Sonntag jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr, und die Eintrittspreise betragen 8,00 € für Erwachsene und 6,50 € für Ermäßigte.

Tradition und Bräuche rund um das Osterei

Die Tradition des Eierverzierens hat tiefe Wurzeln, die bis ins Mittelalter zurückreichen. Ostereier wurden nicht nur verschenkt, sondern auch geweiht und auf Äcker gebracht, um Fruchtbarkeit zu symbolisieren. In Osteuropa war das goldene Ei am verbreitetsten, während in West- und Mitteleuropa rote Eier, die das vergossene Blut Christi symbolisieren, eine große Rolle spielten. Der Brauch des Eierschenkens entwickelte sich im 16. und 17. Jahrhundert, wobei Liebende einander rote Ostereier schenkten und Patenkinder drei bunt gefärbte Eier erhielten.

In der sorbischen Kultur finden ähnliche Bräuche statt, etwa beim jährlichen Ostereiermarkt im Sorbischen Kulturzentrum Schleife, wo alle vier Techniken des Ostereierverzierens vorgestellt werden. Hier können die Besucher Volkskünstler treffen, Folkloreprogramme genießen und an Marktständen einkaufen. Besonders am Karfreitag ist das Verzieren von Ostereiern in der Wachstechnik ein beliebter Brauch. Es ist eine festliche Zeit, in der die Gemeinschaft zusammenkommt, um Traditionen zu pflegen und die kulturelle Identität zu stärken.

Die Ostereiermesse in Lübbenau ist somit nicht nur ein Fest der Farben und der Kunst, sondern auch ein bedeutendes Ereignis, das die kulturellen Wurzeln und Bräuche der Region lebendig hält. Die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und moderner Präsentation macht diese Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis für Groß und Klein.

Für weitere Informationen und Tickets können Interessierte das Spreewaldmuseum unter +49 3573 8702420 kontaktieren oder eine E-Mail an museum@osl-online.de senden.