Heute ist der 25.03.2026 und wir blicken nach Lauchhammer, wo innovative Ansätze in der Altenpflege umgesetzt werden. Seit Anfang Juli 2020 haben die Einrichtungen Lehniner Lothar-Kreyssig-Haus und Mückenberger Ländchen Videobesuche eingeführt. Diese Maßnahme hat nicht nur die Kommunikation zwischen Bewohnern und ihren Angehörigen verbessert, sondern auch neue Wege für den Umgang mit sozialen Kontakten in Zeiten von Corona eröffnet. Die Besuchsräume sind mit einem Cisco Room-Kit ausgestattet, das es den Bewohnern ermöglicht, über die xeVIEW App mit ihren Besuchern in Verbindung zu treten. Das Pflegepersonal bringt die Bewohner zur vereinbarten Uhrzeit in den Besuchsraum und startet das Videotelefonat.
Die Video-Lösung hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Uwe Schwarz, der Einrichtungsleiter des Mückenberger Ländchens, hebt die positiven Auswirkungen auf die sozialen Kontakte hervor und betont, wie sehr diese Technologie das Pflegepersonal entlastet. Auch Constanze Becher, Mitarbeiterin im Lothar-Kreyssig-Haus, sieht die Videokonferenzen als Bereicherung für die Bewohner und als Möglichkeit, persönliche Kontakte während der Corona-Krise zu vermeiden. Michael Blümchen, Geschäftsführer im Unternehmensbereich Altenhilfe, lobt die Zusammenarbeit mit xevIT und Cisco und stellt fest, dass die Digitalisierung in der Altenpflege eine zentrale Rolle spielt. Es ist geplant, diese Systeme auch über die Corona-Zeit hinaus zu nutzen, um den Pflegealltag zu erleichtern.
Die Rolle der Digitalisierung in der Altenpflege
Die Digitalisierung in der Pflege hat während der Corona-Zeit stark zugenommen. Videotelefonie als digitale Gesundheitsanwendung hat an Popularität gewonnen und wird zunehmend in Alten- und Behinderteneinrichtungen verwendet. Der Kontakt zwischen Angehörigen und Bewohnern wird so erleichtert, was besonders wichtig ist, da die Einsamkeit älterer Menschen während der Pandemie zugenommen hat. Videoanrufe helfen, geographische Distanz zu überbrücken, insbesondere wenn Verwandte im Ausland leben.
Beliebte Anwendungen für Videoanrufe wie Skype, Facetime, Zoom, Facebook Messenger und WhatsApp haben sich als nützlich erwiesen. Pflegeeinrichtungen haben diese Technologien regelmäßig genutzt, um den Kontakt zu fördern. Die Zielgruppe sind häufig ältere Menschen und Menschen mit Demenz, die besondere Herausforderungen bei der Nutzung mobiler Technologien haben. Oft benötigen sie eine Begleitperson, was ihre Privatsphäre einschränkt und Spontanität verhindert. Zudem sind kleine Bildschirme oft unpraktisch, da viele Bewohner an Sehschwäche leiden, und Videoanrufe werden häufig durch versehentliche Berührungen des Bildschirms unterbrochen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklungen in Lauchhammer zeigen, dass die Digitalisierung in der Altenpflege nicht nur eine vorübergehende Lösung ist, sondern auch langfristig positive Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bewohner haben kann. Die Kombination aus modernster Technologie und einem menschlichen Ansatz könnte der Schlüssel sein, um den Herausforderungen des demografischen Wandels und der zunehmenden Isolation älterer Menschen zu begegnen. Ein weiterer Aspekt ist die Bedeutung der E-Health, die durch die Corona-Pandemie einen Schub erfahren hat. Die Initiativen in Lauchhammer sind ein Beispiel dafür, wie Digitalisierung sinnvoll eingesetzt werden kann, um die Lebensbedingungen älterer Menschen zu verbessern und die Pflegekräfte zu unterstützen. Für weitere Informationen zu diesen Entwicklungen besuchen Sie bitte die Webseite des Diakonissenhauses oder erfahren Sie mehr über die Digitalisierung in der Pflege.


