Die ersten warmen Tage lassen nicht nur die Blumen blühen, sondern bringen auch die kleinen, ungebetenen Gäste zurück: Zecken. In Bayern und besonders in der Region Elbe-Elster beginnt mit dem Frühling die Zeckensaison. Diese kleinen Blutsauger sind jetzt besonders aktiv und halten sich nicht nur im Wald, sondern auch in Parks, Wiesen und Gärten auf. In Berlin und Brandenburg wurden bereits die ersten Borreliose-Fälle gemeldet, und die Gefahr, sich bei einem Spaziergang oder im eigenen Garten anzustecken, wächst.

Zecken sind beinahe das ganze Jahr über aktiv, erreichen jedoch im Frühling und Herbst Hochphasen. Die Bakterien, die die Borreliose übertragen, können zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, da eine Impfung gegen diese Erkrankung nicht verfügbar ist. Im Gegensatz dazu kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die ebenfalls von Zecken übertragen wird, durch eine Impfung geschützt werden. Regionen in Brandenburg, wie die Landkreise Oder-Spree und Oberspreewald-Lausitz, gelten als FSME-Risikogebiete.

Natürliche Abwehr gegen Zecken

Doch es gibt Hoffnung im Kampf gegen die kleinen Plagegeister: Bestimmte Pflanzen können auf natürliche Weise helfen, Zecken fernzuhalten. Diese kleinen Kräuter und Blumen sind nicht nur schön anzusehen, sondern tragen auch zur Sicherheit beim Verweilen im Freien bei. Zecken reagieren empfindlich auf starke Düfte und natürliche Inhaltsstoffe, die in vielen dieser Pflanzen enthalten sind.

  • Lavendel: Bekannt für seinen beruhigenden Duft, wirkt auch als natürliches Repellent.
  • Ringelblumen: Enthalten Pyrethrum und sind ein weiterer natürlicher Zeckenschutz.
  • Oregano: Dieses beliebte Kraut hat nicht nur in der Küche seinen Platz, sondern hält auch Zecken fern.
  • Thymian: Mit seinem intensiven Aroma ist auch er ein wirksames Mittel gegen die Plagegeister.
  • Rosmarin: Wer diesen Duft mag, hat auch gleich einen guten Zeckenabwehrmechanismus im Garten.
  • Minze: Ihre ätherischen Öle sind für Zecken unangenehm.
  • Eukalyptus: Ein weiterer Duft, den Zecken meiden.
  • Katzenminze: Diese Pflanze zieht nicht nur Katzen an, sondern hat auch eine abweisende Wirkung auf Zecken.
  • Chrysanthemen: Sie sind nicht nur schön, sondern halten ebenfalls Zecken fern.
  • Knoblauch: Ein weiterer natürlicher Abwehrstoff, der auch in der Küche vielseitig einsetzbar ist.

Zusätzlich gibt es auch den Rainfarn, der mit seinem sonnengelben Blütenstand und dem Giftstoff Thujon ebenfalls Zecken fernhält. Die Dalmatinische Insektenblume, auch bekannt als Insektenpulverpflanze, enthält Pyrethrin, ein natürliches Insektizid, und ist somit eine weitere Möglichkeit, seinen Garten zeckenfrei zu halten.

Praktische Tipps für den Aufenthalt im Freien

Experten raten dazu, bei Aufenthalten im Freien Vorsicht walten zu lassen. Lange Kleidung, feste Schuhe und helle Stoffe helfen, Zecken zu entdecken. Nach einem Spaziergang sollte der Körper gründlich abgesucht werden. Sollten doch einmal Zecken gefunden werden, ist eine schnelle und vorsichtige Entfernung sowie eine anschließende Desinfektion der betroffenen Stelle unerlässlich.

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Insgesamt ist es wichtig, die Natur zu genießen, aber dabei auch auf seine Gesundheit zu achten. Mit den richtigen Pflanzen und ein wenig Vorsicht lässt sich das Risiko einer Zeckenbiss-Infektion erheblich reduzieren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Artikeln des Berliner Kuriers und der Morgenpost.