Ein besonderes Ereignis steht bevor: Die Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai lädt am 22. Juni 2025 zum 8. Parkgottesdienst im malerischen Branitzer Park in Cottbus ein. Wie Niederlausitz Aktuell berichtet, wird die Predigt von der Pfarrerin Johanna Melchior gehalten, während Pfarrerin Katrin Rebiger liturgisch mitwirkt. Die musikalische Begleitung übernehmen der Posaunenchor der Oberkirche sowie die Bläser-AG des Evangelischen Gymnasiums, was dem Gottesdienst eine besondere note verleihen dürfte.

Der Gottesdienst findet an der historischen Parkschmiede im Teilbereich Schmiedewiese statt und beginnt um 10 Uhr. Für den Zugang nutzen die Besucher das Parktor an der Schmiede in der Kastanienallee 11. Die Möglichkeit, Picknickdecken oder Klappstühle mitzubringen, rundet die entspannte Atmosphäre ab. Für Radler stehen ausreichend Fahrradständer bereit, und PKW-Fahrer können einen gebührenpflichtigen Parkplatz an der Kastanienallee nutzen.

Ein Meisterwerk der Landschaftsgartenkunst

Der Branitzer Park, in dem der Gottesdienst stattfindet, ist ein wahres Juwel der Gartenkunst. Angelegt von Hermann Fürst von Pückler-Muskau, der den Park als sein „Meisterwerk“ bezeichnete, wurde die Gestaltung ab 1846 nach dem Verkauf der Standesherrschaft Muskau begonnen. Wie Pückler Museum anmerkt, gilt der Park als Höhepunkt der Landschaftsgartenkunst und wird international geschätzt.

Mit einer Fläche von etwa 620 Hektar ist der Park nach dem Zonierungsprinzip angelegt. Diese Gestaltung sorgt dafür, dass die gestalterische Intensität vom äußeren Bereich des Parks hin zum zentralen Schloss ansteigt. Besondere Highlights sind die einzigartigen Erdpyramiden, die von Pücklers Reisen im Orient inspiriert wurden, sowie die historische Schlossgärtnerei mit einem Ananashaus.

Ein Ort der Geschichte und Kultur

Branitz, das 1696 in den Besitz der Grafen von Pückler gelangte, wurde ab 1784 von der Familie in Muskau gelebt, und nach dem Rückzug von Hermann Fürst von Pückler-Muskau im Jahr 1845 begann die Neugestaltung des Parks. Im 19. Jahrhundert zählte Fürst Pückler nicht nur zu den bekanntesten Gartengestaltern Deutschlands, sondern das Landschaftskunstwerk erlangte auch internationales Ansehen, wie die Stadt Cottbus in ihrem Kulturportal darstellt.

Im Herzen des Parks befindet sich das Schloss, erbaut von 1770 bis 1772, das heute das Fürst-Pückler-Museum beherbergt. Hier werden nicht nur historische Wohnräume gezeigt, sondern auch eine Dauerausstellung über das Leben und Werk von Fürst Pückler. Darüber hinaus gibt es im Park zahlreiche weitere historische Gebäude, darunter die neogotische Parkschmiede und das klassizistische Cottbuser Torhaus.

In diesem einzigartigen Umfeld scheint der bevorstehende Parkgottesdienst die perfekte Gelegenheit zu sein, Gemeinschaft zu erleben und die Kunst des Gartens zu würdigen. Egal ob mit Picknickdecke, Klappstuhl oder einfach einem offenen Ohr für die musikalischen Klänge – der Branitzer Park wird am 22. Juni ein Ort der Begegnung und der spiritualität.