Storkow, eine charmante Stadt in Brandenburg, wird am 26. März 2026 zum Schauplatz der Ökofilmtour. Ab 18:00 Uhr können Interessierte zwei spannende Filme erleben, die sich mit drängenden Umweltfragen auseinandersetzen. Die Veranstaltung verspricht nicht nur fesselnde Filmbeiträge, sondern auch tiefgehende Diskussionen mit Experten. Der Eintritt ist frei, jedoch werden Spenden erbeten, um die wichtige Arbeit der Veranstalter zu unterstützen.
Der erste Film, „Das Ende der Insekten?“ mit der bekannten Medizinerin, Naturliebhaberin und Imkerin Maria Furtwängler, beleuchtet den alarmierenden Rückgang der Insektenpopulation in Deutschland. Rund 42 Prozent aller Insektenarten gelten als gefährdet oder bereits ausgestorben. In ihrem Film sucht Furtwängler nach den Ursachen dieses Phänomens und spricht mit Forschenden, Landwirten und Vertretern der Agrarindustrie in Deutschland und den USA. Die dramatischen Zahlen lassen aufhorchen: Die Anzahl der Insekten schrumpft, was schwerwiegende Folgen für die Bestäubung von Pflanzen und die Sicherung des Lebens auf der Erde hat. Furtwängler zeigt, wie sie in ihrem eigenen Garten ein Insektenparadies geschaffen hat, und beobachtet dabei einen besorgniserregenden Rückgang von Hummeln und Schwebfliegen. Der Film hat eine Dauer von 45 Minuten und wird von Marian Beyer, Ranger der Naturwacht Naturpark Dahme-Heideseen, begleitet.
Ein Blick auf die Herausforderungen
Der zweite Film, „Marias Garten – ein ökologisches Paradies auf märkischem Sand“, dauert 30 Minuten und wird von Maria Sader, Vertreterin von Auf Grün geht’s LOS e.V. und Happy Landscape, diskutiert. Hier wird die Geschichte von Maria Giménez erzählt, die 300 Hektar Ackerland übernommen und „Wilmar’s Gärten“, einen Bio-Garten, gegründet hat. Diese Initiative zeigt, wie durch nachhaltige Landwirtschaft und ökologisches Gärtnern ein Ausweg aus der Krise gefunden werden kann.
Die Ökofilmtour, die seit 2006 in Brandenburg stattfindet, hat sich zum Ziel gesetzt, auf die Klimakrise, Lösungsansätze und die Natur aufmerksam zu machen. Jährlich besuchen rund 8.000 bis 10.000 Menschen die verschiedenen Veranstaltungen, die an über 70 Spielorten stattfinden. Dies zeigt das große Interesse der Bevölkerung an Umweltthemen, die insbesondere auch Kinder und Jugendliche ansprechen. Nach den Filmvorführungen folgen Diskussionen mit Expert:innen, die den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, sich aktiv an den Themen zu beteiligen.
Die Dringlichkeit des Insektenschutzes
Die Problematik des Insektensterbens ist nicht neu; sie wurde bereits durch die Krefelder Studie von 2017 deutlich, die einen Rückgang der Biomasse von Fluginsekten in Schutzgebieten über 30 Jahre um 75 Prozent dokumentierte. Hauptursachen für diesen dramatischen Rückgang sind unter anderem der Einsatz von Pestiziden, der Verlust von Lebensräumen, und die Klimakrise. Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) hebt hervor, dass zwei Drittel der Schwebfliegenarten vom Aussterben bedroht sind. Um dem entgegenzuwirken, wurde am 1. März 2022 ein Insektenschutzpaket in Kraft gesetzt, das Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt und zum Schutz der Insektenpopulation vorsieht.
Die bevorstehende Ökofilmtour in Storkow ist somit nicht nur eine kulturelle Veranstaltung, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Sensibilisierung für den Insektenschutz und die Biodiversität. Es ist ein Aufruf zur politischen Aktivität und zur individuellen Mitgestaltung durch nachhaltigen Einkauf sowie insektenfreundliche Gestaltung des eigenen Umfelds. Die Hoffnung auf eine Trendwende in der Insektenpopulation bleibt, insbesondere durch die EU-Renaturierungsgesetze und der Verordnung zum nachhaltigen Pflanzenschutz, die auf internationaler Ebene Standards für den Erhalt der Biodiversität setzen sollen.
Für weitere Informationen zur Ökofilmtour und den gezeigten Filmen besuchen Sie bitte die offizielle Seite hier.

