Der S-Bahn-Mörder: Eine Stadt im Schatten grueseliger Verbrechen!
Entdecken Sie die alarmierenden Verbrechen des S-Bahn-Mörders in Berlin zwischen 1940 und 1941 und die Herausforderungen der Ermittlungen.

Der S-Bahn-Mörder: Eine Stadt im Schatten grueseliger Verbrechen!
Im Berlin der 1940er Jahre, während des Zweiten Weltkriegs, hinterlässt ein grausamer Schatten das Bild der Stadt. Die mutmaßlichen Verbrechen eines Unbekannten, der in der Öffentlichkeit als „S-Bahn-Mörder“ bekannt wird, halten die Bürger in Atem. Wie berlin-live.de berichtet, kommen in der Zeit von 1939 bis 1941 mindestens acht Morde und sechs Mordversuche sowie zahlreiche Vergewaltigungen ans Licht.
Die Tatorte sind vor allem die S-Bahn zwischen Berlin und Erkner und der Betriebsbahnhof Rummelsburg. Die Polizei steht unter immensem Druck, denn die Verbrechen sind nicht nur schockierend, sie bleiben auch weitgehend im Dunkeln. Besonders die Öffentlichkeit wird über die Vorfälle im Unklaren gelassen, und es fällt schwer, die Spur des Täters zu finden.
Die Opfer und ihre Geschichten
Unter den Opfern finden sich tragische Geschichten. Gerda Kargoll und Elisabeth Bendorf überleben Angriffe in der S-Bahn und liefern wichtige Hinweise zur Täterbeschreibung – ein Mann in Uniform. Gerda Ditter wird am 4. Oktober 1940 tot in ihrer Küche aufgefunden, das erste bekannte Mordopfer. Nur wenige Monate später, am 4. Dezember 1940, wird die 26-jährige Elfriede Franke mit schweren Kopfverletzungen in einer ähnlichen Situation entdeckt und stirbt, gefolgt von der 19-jährigen Irmgard Freese, die ebenfalls am 4. Dezember schwer verletzt im Krankenhaus verstirbt.
Der Täter, wie sich später herausstellt, ist Paul Ogorzow. In seiner Zeit als Angestellter der Deutschen Reichsbahn nutzt Ogorzow die Luftschutzmaßnahmen der Nazis, um ungestört seine Opfer anzugreifen. Laut Wikipedia begann Ogorzow 1939 seine kriminelle Laufbahn, indem er überwiegend alleinreisende Frauen angriff.
Die Ermittlungen
Die Polizei, angeführt von den Kommissaren Lüdtke und Zach, mobilisiert sämtliche Kräfte, um den Mörder zu fassen. Trotz verstärkter Präsenz in Bahnhöfen und Zügen bleibt der Täter zunächst unerkannt. Die Ermittlungen sind erschwert durch die Zensur der nationalsozialistischen Regierung, die nicht möchte, dass die Bürger von diesen Verbrechen erfahren.
Bereits im Februar 1941 hatten die Ermittler sieben Morde an Ogorzow zugeordnet. Er wird erst am 12. Juli 1941 verhaftet, nachdem ein Kollege ihn erkennt und die Polizei informiert. Ein trauriges Zeugnis der Brutalität ist die Statistik, die dokumentiert, dass Ogorzow für insgesamt 31 Übergriffe verantwortlich gemacht wurde. Das Institut für Zeitgeschichte hat die Erfassung dieser Verbrechen in eine umfangreiche Datenbank aufgenommen, in der mehr als 51.000 Justizverfahren zu NS-Verbrechen dokumentiert sind.
Nachdem Ogorzow seine Taten gestanden hat, wird er wegen seiner Verbrechen zum Tode verurteilt und am 26. Juli 1941 hingerichtet. Die schrecklichen Geschehnisse wirken bis heute in der Erinnerung der Stadt und der Menschen nach, während die Dunkelheit jener Zeit langsam ins Licht der Geschichte tritt.