Theaterprojekt Hüttenwerk : Zeug:innen für DDR-Zeit gesucht!
Ein Theaterprojekt in Eisenhüttenstadt sucht Zeitzeugen der DDR-Zeit für die Premiere von "Hüttenwerk" im Mai 2026.

Theaterprojekt Hüttenwerk : Zeug:innen für DDR-Zeit gesucht!
Haben Sie schon von dem spannenden Theaterprojekt gehört, das sich mit der Geschichte des Eisenhüttenkombinats Ost (EKO) beschäftigt? Genau darum dreht sich alles in der neuesten Initiative der Theatergruppe „Das Letzte Kleinod“ aus Niedersachsen. Die Gruppe sucht derzeit nach ehemaligen Beschäftigten des EKO, um ihre Erfahrungen und Geschichten einzubringen. Das geplante Stück mit dem Namen „Hüttenwerk“ wird voraussichtlich im Mai 2026 in Frankfurt/Oder Premiere feiern. Es soll die Arbeitswelt im Stahlwerk von Eisenhüttenstadt in den Fokus rücken und beleuchten, wie das Leben der Menschen dort war und welche Verbindungen das Werk in den Westen hatte. Deutschlandfunk Kultur berichtet, dass die Gruppe besonderes Interesse an der Rolle der Frauen im EKO hat.
Aber was genau ist da im Eisenhüttenkombinat passiert? In den 50er Jahren wurde die Kommune als sozialistische Musterstadt entworfen, zu jener Zeit hieß sie noch Stalinstadt. Erst 1961 erhielt sie den Namen Eisenhüttenstadt. Die Stadt war nicht nur ein Zentrum der Stahlproduktion, sondern auch ein Ort, der soziale Angebote schuf – darunter Kinderbetreuung und Freizeitmöglichkeiten. Ein Blick auf die Arbeit der Frauen im EKO, die oft die Hauptlast in der Kinderbetreuung trugen, wird in der Theaterproduktion besonders geworfen. Deutschlandfunk zusätzlich informiert, dass Informationen zur politischen Wende, der Rolle der Treuhandanstalt sowie der Arbeitskämpfe zur Rettung des Werks gefragt sind.
Einblicke in die Vergangenheit
Natürlich ist es wichtig, die Geschichten der Menschen, die in der Zeit des EKO lebten und arbeiteten, lebendig zu halten. Die Theatergruppe hofft, dass sich viele Zeitzeugen melden werden. Ihre Erlebnisse könnten entscheidend dafür sein, ein authentisches Bild der damaligen Lebensbedingungen und Herausforderungen zu zeichnen. Das Eisenhüttenkombinat Ost firmiert seit 2006 als ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH, und die ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die sich seither vollzogen haben, sind gewaltig.
Aber was ist der Reiz eines solchen Projekts? Theater kann eine Brücke schlagen zwischen der Vergangenheit und dem jetzigen Verständnis der Gesellschaft. Wenn ehemalige Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Geschichten erzählen, wird diese Verbindung noch stärker, und die Kultur des Ortes kann neu erforscht werden.
Eine Einladung an die Zeitzeugen
Ein Aufruf an alle, die Teil dieser Geschichte sind: Die Theatergruppe „Das Letzte Kleinod“ möchte mit Ihnen in Kontakt treten. Egal, ob Sie in der Produktion gearbeitet haben oder Teil des sozialen Lebens in Eisenhüttenstadt waren – Ihre Erfahrungen sind wertvoll. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese wichtigen Geschichten über die DDR-Zeit und die Arbeit im EKO nicht in Vergessenheit geraten. Jeder Hinweis oder Bericht ist ein wertvoller Beitrag zu unserem Verständnis der damaligen Zeit.
Unterstützen Sie dieses Projekt und helfen Sie, die Geschichten ins Rampenlicht zu rücken. Das Stück „Hüttenwerk“ möchte nicht nur informieren, sondern auch zum Nachdenken anregen und das Publikum auf eine Reise durch die Vergangenheit mitnehmen. Wer weiß, vielleicht sind Ihre Erinnerungen der Schlüssel zu einem emotionalen und aufschlussreichen Theaterabend.