Rocococorecore: Klangkunst-Premiere begeistert Zuhörer in Karlsruhe!

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Antonia Beeskow präsentiert ihr Hörstück „rocococorecore“ bei den ARD Hörspieltagen 2025 in Karlsruhe, erforscht mediale Erzählungen.

Antonia Beeskow präsentiert ihr Hörstück „rocococorecore“ bei den ARD Hörspieltagen 2025 in Karlsruhe, erforscht mediale Erzählungen.
Antonia Beeskow präsentiert ihr Hörstück „rocococorecore“ bei den ARD Hörspieltagen 2025 in Karlsruhe, erforscht mediale Erzählungen.

Rocococorecore: Klangkunst-Premiere begeistert Zuhörer in Karlsruhe!

Am 31. Dezember 2025 hat das neue Hörstück „rocococorecore“ Premiere, geschaffen von der talentierten Künstlerin und Sound Designerin Antonia Alessia Virginia Beeskow. Dieses innovative Werk vereint eine Vielzahl von Textfragmenten, Samples und Medienversatzstücken, die in den sozialen Medien der Autorin gesammelt wurden. Beeskow, die in Düsseldorf geboren wurde, hat eine umfassende Ausbildung durchlaufen, die von einem Studium der Archäologie bis hin zu einem Masterstudium in Klang und Realität reicht. Ihre interdisziplinäre Arbeit spiegelt sich in zahlreichen Auszeichnungen wider, darunter der Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Sparte Musik im Jahr 2023 sowie der Karl-Sczuka-Förderpreis für ihr früheres Werk „Ecce Sigh! Siren calls, still I feel the same“ aus dem Jahr 2024.

„rocococorecore“ erforscht die Spannungen zwischen medialer Erzählung und dem aktiven Zuhören und beleuchtet dabei das Gefühl von Schwermut und Bedeutungslosigkeit, das im Zeitalter der Informationsflut häufig aufkommt. Der Begriff „corecore“ beschreibt diese Vermischung von Inhalten aus Film, Fernsehen, Podcasts, Nachrichten und sozialen Medien. Parallel dazu verweist der Begriff „Rokoko“, abgeleitet von Rocaille, auf eine Hommage an ornamentale Aspekte und die positiven Elemente von Übertreibung und Unschärfe.

Vielfältige Inspiration ziehen Beeskows Arbeiten aus ihren Themenschwerpunkten, zu denen Archivkulturen und die hauntologische Qualität von Artefakten gehören. Sie hat an bedeutenden Institutionen wie der Kunsthalle Düsseldorf und dem Kunstverein Nürnberg präsentiert und ist zudem als Dozentin an mehreren Hochschulen aktiv. Ihre große Leidenschaft für Klangkunst spiegelt sich auch in ihrer Tätigkeit als Host der Community Radioshow /ˈan.tɹɪn/ auf Callshop Radio wider.

Die technische Umsetzung des Hörstücks „rocococorecore“ wurde von einem eingespielten Team übernommen, unter anderem von Daniel Senger und Sonja Röder, die für Ton und Technik verantwortlich waren. Gemeinsam mit Marie Popall und Frithjof Gawenda bringt Beeskow das Hörspiel auf die Bühne, das Teil der ARD Hörspieltage 2025 im ZKM Kubus in Karlsruhe sein wird und diesen neuen Blick auf Klang und Medienkunst feiert.

Die Faszination Klang und Intermedia

In diesem Kontext ist auch das Fachgebiet Klang und Intermedia (KIM) von Bedeutung, welches zeitgenössische künstlerische Praktiken mit Klang als ästhetischem Medium untersucht. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Klang zu analogen und digitalen Medien ist ein zentraler Punkt, um die vielen Facetten und Fragestellungen der Klangkunst in der heutigen digitalen Welt zu beleuchten. Diese Disziplin nimmt eine prozessorientierte Sichtweise ein, die den Raum für Co-Kreation öffnet und damit auch die Potenziale von Field Recordings thematisiert.

KIM betrachtet digitale Aspekte als essenziell und beschäftigt sich mit Themen wie der Gewinnung von Daten, der Sinngebung durch Klangmaterial und den Herausforderungen, die sich aus den Möglichkeiten und Gefahren digitaler Vervielfältigung ergeben. Dabei sind ästhetische Fragestellungen rund um Autorenschaft und Urheberrecht von großer Bedeutung.

Beeskows Werk „rocococorecore“ fügt sich nahtlos in diese Diskurse ein und liefert einen frischen Ansatz, der sowohl Gefühlswelten anspricht als auch die technologischen und gesellschaftlichen Rahmungen von Klangkunst reflektiert. Mit Mut, Kreativität und einer klaren Vision ist sie auf dem besten Weg, die Hörer*innen neu für Sinneseindrücke zu begeistern und zu sensibilisieren.

Insgesamt verspricht die Premiere von „rocococorecore“ ein spannendes Ereignis zu werden, das sicher viele Zuhörer anziehen wird. Ob im Hörspiel oder in der Klangkunst – Beeskows Arbeiten beweisen, dass der kreative Umgang mit Klang ein vielschichtiges und bedeutendes Feld darstellt, das immer wieder die Neugier und das Staunen weckt.

Für weitere Informationen über das Hörstück und die Künstlerin können folgende Links besucht werden: SWR berichtet über „rocococorecore“, Antonia Alessia Virginia Beeskow in ihrer Bio und Forschung im Fachbereich Klang und Intermedia.