Ein Blick zurück in die Kindheit – genau das bietet die neue Miniatur-Ausstellung „Masse hat Klasse“ in der Burg Beeskow. Dort zeigt Eberhard Rauchfuß eine faszinierende Sammlung von DDR-Minifiguren, die für viele von uns Zeitzeugen des Ostens sind. Die Ausstellung ist ein wahres Schaufenster in die Welt des Spielzeugs, das einst die Kinderzimmer bevölkerte. Von Indianern über Cowboys, Soldaten bis hin zu einem eindrucksvollen Bahnhof samt Kofferträgern sind viele liebevoll gestaltete Miniaturen zu sehen, die aus einem speziellen Materialgemisch, der sogenannten „Masse“, gefertigt wurden. rbb-online.de berichtet, dass …
Vor über 30 Jahren begann Eberhard Rauchfuß, seine Kindheitserinnerungen zu bewahren. Heute sind diese einstigen Spielzeuge wertvolle Sammlerstücke. Die Ausstellungsmacherin Kristina Geisler hat es verstanden, diese Miniaturen gekonnt in die Welt der historischen Musikautomaten des Museums zu integrieren. Dass Spielzeug deshalb nicht nur für Kinder wichtig ist, sondern auch für das Kulturverständnis, wird hier deutlich. Das Ziel der Ausstellung besteht darin, eine Verbindung zwischen Spielzeug, der Geschichte des Museums und den persönlichen Erinnerungen der Besucher zu schaffen. Dies regt zur Reflexion über die eigene Kindheit an und schafft so einen emotionalen Zugang zu den Exponaten.
Erinnerungen an die DDR-Spielzeugproduktion
Doch was wäre eine Ausstellung über Spielzeug ohne einen Blick auf die Geschichte der DDR-Spielzeugproduktion? Im DDR Museum in Berlin findet derzeit die Ausstellung „Verspielte DDR – Spielzeugklassiker aus dem Osten“ statt, die noch bis zum 17. Oktober 2025 zu sehen ist. Hier wird die großartige Vielfalt der Spielzeuge, die in der DDR hergestellt wurden, präsentiert. Die beliebten Spielwaren stammen hauptsächlich aus den Regionen Erzgebirge, Thüringer Wald und Berlin-Brandenburg. ddr-museum.de bietet spannende Einblicke …
Die Produktionen wurden nach der Verstaatlichung vieler Betriebe im Jahr 1972 zunehmend zentralisiert, sodass ab 1980 das Kombinat Spielwaren in Sonneberg alle Regulierungen übernahm. Während die Menge der produzierten Spielwaren stetig anstieg, konnte man jedoch nicht immer mit den wachsenden Wünschen der Konsumenten, vor allem in Bezug auf elektronisches Spielzeug, mithalten. Mit dem Ende der DDR und dem Aufkommen westlicher Marken verschwand ein Großteil der klassischen Spielzeuge, doch einige Hersteller setzen die traditionsreiche Produktion bis heute fort. So sind beispielsweise die PIKO-Modelleisenbahnen immer noch beliebt bei Freunden der Eisenbahn und Sammlern.
Insgesamt laden diese Ausstellungen ein, die eigene Kindheit in der DDR neu zu entdecken und die bunten Erinnerungen an die Vergänglichkeit eines Zeitalters lebendig werden zu lassen. Wer also wissen möchte, wie Spielzeug nicht nur Spaß, sondern auch Geschichte vermittelt, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, diese kleinen Meisterwerke zu besuchen. Für die Ausstellung im DDR Museum ist der Eintritt übrigens kostenlos – ein echtes Schnäppchen! Wer mehr über die Veranstaltungen in Beeskow erfahren möchte, findet weitere Infos auf der Webseite der Stadt beeskow.de.