Gedenken an die NSU-Opfer: Kein Schlussstrich gegen Rassismus!
Am 6.11.2025 findet in Strausberg ein Gedenken an die NSU-Opfer statt, um gegen Rassismus und das Vergessen zu protestieren.

Gedenken an die NSU-Opfer: Kein Schlussstrich gegen Rassismus!
Heute, am 6. November, wird in vielen Städten Deutschlands an die unschuldigen Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) erinnert. Auch in Brandenburg findet ein Gedenken statt, das unter dem Motto „Kein Schlussstrich“ steht. Es geht darum, das Andenken der ermordeten Menschen in den Fokus zu rücken und zugleich ein starkes Zeichen gegen Rassismus und das Vergessen zu setzen, wie das Demokratie Team berichtet.
Die Liste der Opfer ist bedrückend und zeugt von der Brutalität, die dieser Mordserie zugrunde lag. Unter anderen wurden folgende Personen durch die Taten des NSU ermordet:
- Enver Şimşek – ermordet am 9. September 2000 in Nürnberg
- Abdurrahim Özüdoğru – ermordet am 13. Juni 2001 in Nürnberg
- Süleyman Taşköprü – ermordet am 27. Juni 2001 in Hamburg
- Habil Kılıç – ermordet am 29. August 2001 in München
- Mehmet Turgut – ermordet am 25. Februar 2004 in Rostock
- İsmail Yaşar – ermordet am 9. Juni 2005 in Nürnberg
- Theodoros Boulgarides – ermordet am 15. Juni 2005 in München
- Mehmet Kubaşık – ermordet am 4. April 2006 in Dortmund
- Halit Yozgat – ermordet am 6. April 2006 in Kassel
- Michèle Kiesewetter (Polizistin) – ermordet am 25. April 2007 in Heilbronn
Das Gedenken kommt mit einer klaren Botschaft: Die gesellschaftliche Verantwortung für die Aufklärung dieser Taten und ihre Hintergründe darf nicht enden. Der Aufruf zur Solidarität und zum gemeinsamen Handeln ist wichtiger denn je, um zu verhindern, dass sich Geschichte wiederholt. Dies wird auch durch die Berichte auf nsu.edu unterstrichen.
Rassismus im Fokus
Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das nicht locker gelassen werden darf. Wie auch auf Wikipedia erläutert wird, sind die Erscheinungsformen von Rassismus vielfältig und betreffen sowohl individuelle Vorurteile als auch strukturelle Diskriminierung. Rassistische Diskriminierung zeigt sich in der alltäglichen Interaktion ebenso wie in gesellschaftlichen Strukturen, die Ungleichheiten verstärken.
Die Leugnung der biologischen Basis von Rassismus, die sich im 20. Jahrhundert herauskristallisierte, verstärkt den Handlungsbedarf. Rassismus zielt oftmals darauf ab, die Gleichwertigkeit von Menschen zu unterminieren und fördert die Machtsysteme, die verschiedene Gruppen unterdrücken. Die Folgen sind verheerend: Von ungleichen Chancen bis hin zu ethnischen Säuberungen. Umso wichtiger ist es, Programme zur Sensibilisierung zu unterstützen und Antirassismustrainings zu fördern, die helfen, das Bewusstsein für systemischen Rassismus zu schärfen.
Wie der heutige Gedenktag zeigt, ist es notwendig, wachsam zu bleiben und aktiv gegen Rassismus anzukämpfen. Das Vergessen ist keine Option, und die Erinnerungen an die Opfer sollen uns dazu motivieren, ein respektvolles und tolerantes Miteinander zu fördern.