EU setzt EWE-Wasserstoffprojekte auf PCI-Liste: Neuer Energiewende-Schub!
Die EU hat Wasserstoffspeicherprojekte in Rüdersdorf bei Berlin für die PCI-Liste anerkannt, was Genehmigungen und Förderungen erleichtert.

EU setzt EWE-Wasserstoffprojekte auf PCI-Liste: Neuer Energiewende-Schub!
Ein bedeutender Schritt in der Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland wurde heute, am 5. Dezember 2025, verkündet. Die EU-Kommission hat gleich drei Wasserstoffspeicherprojekte des norddeutschen Energieunternehmens EWE in die Liste der europäischen Projects of Common Interest (PCI) aufgenommen. Dies wurde anlässlich der PCI-Days in Brüssel bekanntgegeben. Die betroffenen Standorte sind die Kavernen in Huntorf, Jemgum und Rüdersdorf.
Mit dem PCI-Status eröffnen sich für die Projekte zahlreiche Vorteile. So können Planungs- und Genehmigungsverfahren erheblich beschleunigt werden, und auch die Koordination auf europäischer Ebene wird enger gefasst. Besonders wichtig ist der Zugang zu EU-Fördermitteln über das Programm Connecting Europe Facility, was die finanzielle Grundlage für die Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur stärken dürfte. EWE-CEO Stefan Dohler hob hervor, dass diese Speicher entscheidend für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft sind. Sie tragen dazu bei, Industrieprozesse abzusichern und die Stabilität der Netze zu erhöhen.
Wasserstoff-Speicher und ihre Bedeutung
Die geplanten Kavernen in Huntorf und Jemgum stellen große Energiespeicher dar, die nicht nur für Deutschland, sondern auch für das europäische Energiesystem von hoher Relevanz sind. Besonders Rüdersdorf, aufgrund der Nähe zu Berlin, könnte als wichtiger Versorgungsbaustein für industrielle Abnehmer fungieren. Die Umrüstung der Standorte auf Wasserstoffkavernen ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft. Damit wird ein flexibles Zwischenspeichern von grünem Wasserstoff möglich, was für die Energiewende von zentraler Bedeutung ist.
Doch trotz dieser positiven Entwicklungen und des PCI-Status befinden sich die Projekte noch in einer frühen Entwicklungsphase. Hierbei sind klare politische Rahmenbedingungen vonnöten. Peter Schmidt, Geschäftsführer von EWE Gasspeicher, betont, dass ohne einen belastbaren Förder- und Finanzierungsrahmen die Umsetzung der Projekte schwierig bleibt. Nationale Entscheidungen sind entscheidend, um einen reibungslosen Speicherhochlauf zu gewährleisten.
Synergien und Zukunftsaussichten
Die Wasserstoffspeicherprojekte sind Teil des größeren EWE-Programms Clean Hydrogen Coastline, das Produktion, Speicherung und Transport von grünem Wasserstoff miteinander verknüpft. Ein weiteres Highlight ist die geplante 320-Megawatt-Elektrolyseanlage in Emden, die als zentrale Komponente in das deutsche Wasserstoff-Kernnetz integriert werden soll. Die Entwicklung einer soliden Pipelineinfrastruktur wird ebenfalls vorangetrieben, um die Verbindung zwischen den verschiedenen Elementen der Wasserstoffwirtschaft zu sichern.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die aktuellen Entwicklungen rund um die EWE-Wasserstoffprojekte nicht nur in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene von Bedeutung sind. Die EU-Kommission würdigt die EWE-Speicher als Teil eines vernetzten und widerstandsfähigen Energiesystems, das der Versorgungssicherheit dienen und den Hochlauf der europäischen Wasserstoffwirtschaft unterstützen wird. Die Erfahrungen aus dem Projekt HyCAVmobil in Rüdersdorf fließen zudem in die zukünftige Planung ein und können als wertvolle Quelle für die Optimierung der Projekte dienen.
Weitere Informationen zu den Entwicklungen finden Sie in den Berichten von Stadt und Werk sowie 3R Rohre.