In Brandenburg stehen im Jahr 2026 umfassende Bürgermeisterwahlgänge an: Insgesamt sind in diesem Jahr 18 Wahlen angesetzt, was im Vergleich zu den 36 Wahlen im Jahr 2025 eine erhebliche Reduktion bedeutet. Die Wahltermine sind über das gesamte Jahr verteilt, beginnend im Januar und bis in den Sommer hinein. Während einige Termine bereits festgelegt sind, bleiben für andere Gemeinden wie Kyritz, Nuthetal und Schwielowsee die Einschreibungen vorerst noch offen. MAZ berichtet, dass die ersten Wahlen bereits am 11. Januar 2026 in Schipkau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) stattfinden werden, gefolgt von einer Stichwahl am 25. Januar.

Am 15. Februar 2026 stehen die Hauptwahlen in Neuenhagen, Petershagen/Eggersdorf und Strausberg an, gefolgt von weiteren Wahlterminen in Wustermark und Erkner am 22. Februar. Es ist zu erwarten, dass die Wahlen in Beelitz, Forst und Guben am 8. März viele Wähler mobilisieren werden. Viele Bürger in Brandenburg werden gespannt auf die Ergebnisse der Stichwahlen am 22. März und in den Folgemonaten blicken.

Ein heißer Herbst in Brandenburg

Aber nicht nur 2026 wird spannend: Im Herbst stehen in Brandenburg knapp 30 Bürgermeisterwahlen an. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Wahlen in Potsdam und Frankfurt (Oder) am 21. September 2026, wo die Nachfolge von Mike Schubert (SPD) und René Wilke (parteilos) gesucht wird. In Potsdam haben gleich sieben Kandidaten ihre Bewerbungen eingereicht, darunter Severin Fischer (SPD) und Clemens Viehrig (CDU). Diese Wahlen werden als besonders signifikant eingeschätzt, da sie in einem intensiven politischen Umfeld stattfinden, das stark von der Rivalität zwischen Berlin und Brandenburg geprägt ist, wie auch Tagesspiegel anmerkt.

Die Situation in Frankfurt (Oder) könnte ebenfalls spannend sein. Ex-Oberbürgermeister Wilke unterstützt Kandidatin Désirée Schrade (CDU), und die Chancen der AfD werden von Politikforscher Jan Philipp Thomeczek als durchaus realistisch eingeschätzt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wählerschaft entscheiden wird.

Statistik und Ausblick

Die Wahlen in Brandenburg zeigen auch eine interessante Statistik: Bei den 29 Wahlen kandidieren insgesamt 27 Frauen und 84 Männer, in 23 Kommunen stehen Frauen zur Wahl. Uta Kletzing, die Landesgleichstellungsbeauftragte, äußert Bedenken über die Chancengleichheit der Frauen, da weiterhin Klischeevorstellungen eine Rolle spielen. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich diese Trends in den kommenden Wahlen auswirken werden.

Insgesamt steht Brandenburg vor einem Wahljahr voller Möglichkeiten. Die Wähler haben die Gelegenheit, ihre Stimme in zahlreiche wichtige Posten einzubringen und die politische Landschaft zu gestalten. Von den Bürgermeister- bis zu den Landratswahlen: Die kommenden Monate versprechen viel Gesprächsstoff und politische Dynamik.