Die Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) in Frankfurt (Oder) hat kürzlich über Fahrplaneinschränkungen auf den Linien 980 und 981 informiert. Diese Maßnahmen treten ab Montag, dem 23. Februar, in Kraft und gelten bis auf Weiteres. Die Einschränkungen betreffen ausschließlich die Wochentage von Montag bis Freitag, während an Wochenenden und Feiertagen keine Änderungen im Fahrplan vorgesehen sind. Auf den Fahrplanaushängen an den Haltestellen sind die Abfahrten in der gelben Spalte „Mo-Fr Ferien“ bis auf Widerruf zu beachten. Der Grund für die Ausfälle sind „krankheitsbedingte Personalausfälle“, die leider auch in anderen Verkehrsbetrieben ein zunehmendes Problem darstellen.
Insgesamt gibt es auf der Linie 980 sechs Ausfälle in Richtung Baumschulenweg (Fahrten zwischen 7.04 und 16.04 Uhr) sowie acht Ausfälle in der Gegenrichtung (Fahrten zwischen 6.25 und 17.25 Uhr). Die Linie 981 ist ebenfalls betroffen, mit 25 Ausfällen ab Kopernikusstraße in Richtung Booßen Forstweg und 24 Ausfällen in der Gegenrichtung zurück zur Kopernikusstraße. Weitere Bus- und Straßenbahnlinien bleiben von diesen Einschränkungen unberührt. Für mehr Informationen zu den Fahrplänen empfiehlt es sich, die Webseite der SVF zu besuchen, wo die aktuellen Informationen bereitgestellt werden, wie auch in diesem Bericht beschrieben wird hier.
Hintergründe und Ursachen
Die SVF, als kommunaler Verkehrsdienstleister in Frankfurt (Oder), befördert jährlich rund 9 Millionen Fahrgäste und ist Mitglied im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Mit einer Flotte von 26 Bussen und 23 Straßenbahnen legt die SVF großen Wert auf Sicherheit, Pünktlichkeit und Umweltfreundlichkeit. Zusätzlich bietet das Unternehmen ergänzende Mobilitätsangebote wie Lastenräder, E-Scooter und E-Bikes an, um die Mobilität der Stadt weiter zu verbessern. Die Mobilitätsseite www.go-ffo.de dient der Planung der Mobilität und fördert umweltbewusste sowie nachhaltige Mobilitätslösungen hier.
Der akute Personalmangel, der auch die SVF betrifft, ist eine Herausforderung, die viele Verkehrsbetriebe in Deutschland gegenwärtig bewältigen müssen. Laut einem Bericht der AOK Rheinland/Hamburg ist der Krankenstand im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Jahr 2022 im Durchschnitt um 21 Prozent über dem Vorjahr gelegen. Fahrerinnen und Fahrer haben sich häufig krankgemeldet, bedingt durch hohe Corona-Inzidenzen, extreme Hitze und Erkältungswellen. Der Krankenstand bewegte sich zwischen 9,9 und 13,0 Prozent, wobei der höchste Stand im Dezember mit 13 Prozent verzeichnet wurde. Diese Situation führt zu Mehrarbeit für das verbleibende Personal und erhöht das Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen hier.
Die Stadt und die SVF stehen vor der Aufgabe, diese Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig den Fahrgästen einen zuverlässigen Service zu bieten. Mit der aktuellen Einschränkung im Fahrplan wird ein weiterer Schritt unternommen, um die Mobilität in Frankfurt (Oder) nachhaltig zu gewährleisten.