Im Landkreis Uckermark wird in den kommenden Wochen eine umfassende Verkehrszählung durchgeführt. Diese Erhebung, die im Rahmen des „Forschungsprogramms Straßenverkehrssicherheit“ der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) stattfindet, wird zwischen dem 16. und 28. Januar 2026 durchgeführt. Die letzte Zählung, die 2014 stattfand, ist mittlerweile überholt, da sich sowohl die demografischen als auch die verkehrlichen Bedingungen stark verändert haben. Daher ist die aktuelle Zählung ein wichtiger Schritt, um verlässliche Daten zu sammeln, die für die Planung und Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur erforderlich sind.
Ein spezifisches Ziel der Zählung ist es, die Anzahl von deutschen und ausländischen Kraftfahrzeugen an bestimmten, zuvor definierten Standorten zu erfassen. Dabei wird eine kamerabasierte Sensorik über 24 Stunden an Verkehrszeichen und Laternen installiert, um die Anzahl der Fahrzeuge zu zählen und diese nach Fahrzeugart sowie Nationalität zu differenzieren. Interessanterweise werden keine Kennzeichen oder personenbezogene Daten erfasst, was auch dafür sorgt, dass der Straßenverkehr während der Zählungen nicht beeinträchtigt wird. Das Ordnungsamt des Landkreises wurde lediglich darüber informiert, wo die Zählungen stattfinden, hatte jedoch keinen Einfluss auf die Auswahl der Zählstellen.
Geplante Zählstellen im Uckermark
Die Zählungen finden an mehreren strategisch wichtigen Stellen statt, darunter:
- A11-Überführung (Steinhöfler Straße) bei Pfingstberg
- Dorfstraße zwischen Naugarten und Gollmitz
- B166 zwischen Schwedt und Grenzübergang
- Ortdurchfahrt Potzlow
- B2 in Gartz
- L252 zwischen Kleptow und Cremzow
Diese Standorte wurden ausgewählt, um ein umfassendes Bild des Verkehrsaufkommens in der Region zu erhalten.
Umfang der Verkehrszählung
Die Verkehrszählung erfolgt im Rahmen der Straßenverkehrszählung (SVZ), die alle fünf Jahre vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr in Auftrag gegeben wird. Über 40.000 Zählstellen in ganz Deutschland erfassen dann Daten über Verkehrsmengen und andere wichtige Kenngrößen für das Bundesfernstraßennetz. In der Uckermark wird ein Teil dieser Erfassungsmethoden genutzt, die unter anderem automatische Dauerzählstellen, temporäre Messungen sowie manuelle Zählungen umfassen. Gleichzeitig werden die Ergebnisse der Zählung für Verkehrsplanung, Lärm- sowie Emissionsberechnungen genutzt und sind für verschiedene Akteure, wie Forschungsinstitutionen und Bürgerinitiativen, von Interesse.
Insgesamt spielen die Daten der SVZ 2025 eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen es, Aussagen über die Verkehrsentwicklung zu treffen und sind hilfreich für Mobilitätsstudien. Die Ergebnisse dieser umfassenden Zählung werden voraussichtlich im Herbst 2026 veröffentlicht und stehen dann auf der Website der BASt zur Verfügung.
Der Landkreis Uckermark wird zwar nicht aktiv in die Zählungen eingebunden, die Relevanz der erhobenen Daten für die Verkehrsplanung und die Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit kann jedoch nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ein gesundes Verkehrswesen ist schließlich kein Geheimnis – da liegt was an!