In Wallmow hat sich ein ganz besonderes Talent entfaltet: Nele Müller, eine 29-jährige Tortenkünstlerin, die ihre Leidenschaft für das Backen seit ihrer Kindheit kultiviert. Bereits im Alter von 12 Jahren begann sie, Torten zu kreieren, um sich ihr Taschengeld aufzubessern. Ihre Reise führte sie von einer beeindruckenden Ausbildung in einem 5-Sterne-Hotel in Garmisch-Partenkirchen bis hin zur Gründung ihrer eigenen Selbstständigkeit, die sie seit 2023 im Nebenerwerb betreibt. Ihre Meisterwerke – mehrstöckige Torten – sind nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch ein Ausdruck ihrer Kunstfertigkeit und Hingabe, wie Nordkurier berichtet.
Nele wollte schon als Kind Konditorin werden. Ihre ersten Backversuche startete sie mit gerade mal 4-5 Jahren. Trotz der Herausforderungen, die ihr durch einen Bandscheibenvorfall begegneten, blieb sie ihrem Berufswunsch treu. Nach der Reha und etwas Zögern nahm sie einen Job bei REWE an, in dem sie jedoch nicht zufrieden war. Freunde ermutigten sie schließlich, in der Uckermark Fuß zu fassen und ein Gewerbe anzumelden.
Ein Weg zur Selbstständigkeit
Während der Elternzeit mit ihrem zweiten Kind entdeckte Nele ihren Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit neu. Der Weg dahin war alles andere als einfach. Schwierige Bedingungen bei der Eintragung in die Handwerksrolle, trotz ihres Talents und dem Fachkräftemangel, stellten Herausforderungen dar. Doch Mithilfe des Hauptgeschäftsführers der HWK fand sie einen Ausweg und bestand schließlich die Sach- und Fachkundeprüfung in Potsdam-Rehbrücke.
Heute beliefert sie besondere Anlässe wie Hochzeiten und Geburtstagsfeiern und plant, langfristig ein eigenes Café zu eröffnen. Ihr Ziel ist es, nicht nur köstliche Torten anzubieten, sondern auch einen kulturellen Treffpunkt in der Uckermark zu schaffen. Dieser Traum spiegelt die wachsende Selbstständigkeit und das unternehmerische Denken von Frauen im Handwerk wider, was eine nicht zu unterschätzende Bereicherung für die Gesellschaft darstellt, wie Hwk-ff feststellt.
Eine Leidenschaft für mehrstöckige Torten
Besonders auffällig sind Neles mehrstöckige Torten, die sie mit viel Liebe und Hingabe kreiert. Auf dem kürzlich stattfindenden Martinimarkt in Bertikow hatte sie die Gelegenheit, Stückchen ihrer Torten zu präsentieren. Dieses Event war eine Plattform, nicht nur für sie, sondern auch für andere regionale Anbieter wie den Weinhändler Christian Soyeaux und Nadine Wunsch-Fischer von der Wildwirtschaft, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt.
Nele Müller ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man mit Leidenschaft und Engagement seine Träume verwirklichen kann. In einem Handwerk, das zunehmend weiblicher wird, findet sie mit ihrem Können und ihrer Kreativität ihren Platz und inspiriert damit nicht nur die Menschen in ihrer Umgebung, sondern auch viele, die den Mut haben, ihren eigenen Weg zu gehen. Die Entwicklung hin zu mehr Frauen im Handwerk zeigt nicht nur die Vielfalt der Möglichkeiten, sondern setzt auch ein Zeichen für kommende Generationen – wie auch bei anderen talentierten Konditorinnen, die in den letzten Jahren erblüht sind, wie die Konditormeisterin Lea Zapf, die ein Café am Münchner Viktualienmarkt betreibt, berichtet HSS.