Friedensfahne in Templin gehisst: Spenden für Kinderhilfe gesammelt!
In Templin wurde am 16. Januar eine Friedenstaube gehisst, während Evelyn Krüger Spenden für soziale Projekte sammelte.

Friedensfahne in Templin gehisst: Spenden für Kinderhilfe gesammelt!
Auf dem Templiner Marktplatz wehte am 16. Januar eine blaue Fahne mit einer Friedenstaube – ein Zeichen für Hoffnung und Versöhnung. Evelyn Krüger, eine engagierte Templinerin, nutzte ihre Stimme, um die Botschaft des Friedens zu verbreiten. Sie wandte sich an die UBW-Fraktion in der Templiner Stadtverordnetenversammlung und erhielt schnell Unterstützung für ihren Wunsch, die Fahne zu hissen. Die Stadtverordneten stimmten dem Antrag zu und übernahmen sogar die Kosten für die Fahne, obwohl Evelyn Krüger bereits Spenden gesammelt hatte, um das Projekt zu realisieren. Das gesammelte Geld ist für einen guten Zweck vorgesehen und wird nun der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Menschen (s)kinder gGmbH zur Verfügung stehen, die in Templin aktiv ist.
Bürgermeister Christian Hartphiel (SPD) war bei der Zeremonie anwesend und zeigte sich ebenfalls erfreut über diese friedliche Initiative. Bei der Veranstaltung erinnerte Evelyn Krüger an die düstere Geschichte Templins, insbesondere an den Luftangriff am 6. März 1944, bei dem 215 Menschen ihr Leben verloren. Diese Erinnerung wurde von Pfarrer Ralf Schwieger aufgegriffen, der eine eindrucksvolle Rede hielt. Er betonte, dass der Frieden im Kleinen beginnt und in Städten wie Templin Fuß fassen kann. Der Luftangriff ist eine Mahnung, sich für den Frieden einzusetzen und durch gemeinsame Anstrengungen die Gemeinschaft zu stärken.
Spendenaktion für einen guten Zweck
Im Rahmen der Veranstaltung übergab Evelyn Krüger stolze 300 Euro an die gGmbH, begleitet von weiteren 250 Euro, die die UBW-Fraktion dazugegeben hat. Ute Völkel und Benjamin Köhler von der gGmbH nahmen die Spenden entgegen und dankten herzlich für die Unterstützung. Die gGmbH selbst betreut in Templin zwei Wohngruppen, die Kindern und Jugendlichen ein Zuhause bieten. Hier werden nicht nur materielle Ressourcen gebraucht, sondern auch ein offenes Ohr und ein großes Herz.
Erinnerungen an die Vergangenheit
Der Luftangriff auf Templin im Jahr 1944 ist auch heute noch ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte. Nach Berichten hatte die 351st Bomb Group an diesem Tag das Ziel, eine wichtige Fabrik in Erkner zu treffen, jedoch erwies sich das PFF-Equipment als fehlerhaft und der Angriff richtete sich gegen Templin. Bei dieser Mission konnte die Luftabwehr der deutschen Luftwaffe nicht am Ziel selbst, sondern nur auf dem Weg dorthin, in der Nähe der angegriffenen Stadt, angetroffen werden. Glücklicherweise kehrten alle eingesetzten Flugzeuge ohne Verlust zur Basis zurück, jedoch war der Preis für die Stadt und ihre Bewohner hoch.
Die Veranstaltung zur Fahnenhissung ist somit nicht nur ein Zeichen des Friedens, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Erinnerung und Mahnung an die Menschen von Templin, dass Frieden aktiv gelebt und gefördert werden muss. Es liegt an uns allen, gemeinsam ein Zeichen für Hoffnung und Versöhnung zu setzen. Der Einsatz von Evelyn Krüger, die in ihrer Stadt bewegte, ist ein inspirierendes Beispiel dafür, was mit Entschlossenheit und Gemeinschaftsgeist erreicht werden kann. Gemeinsam können wir einen Unterschied machen, und jeder Beitrag zählt. Lass uns die Herzen öffnen und die Fahne des Friedens, die in Templin gehisst wurde, hochhalten!