Besonders in Templin ist derzeit viel los, denn das Haus der Jugend und Kunst hat seine Pforten eröffnet und zieht immer mehr Besucher an. Es befindet sich in der Ernst-Thälmann-Straße und vereint unter seinem Dach das Jugendhaus „Villa“, das Büro des Kinder- und Jugendbeauftragten sowie den Kunstverein Templin. Dieses vielseitige Angebot sorgt dafür, dass sowohl junge als auch ältere Templiner auf ihre Kosten kommen. In letzter Zeit hat ein neues Café im Gebäude für zusätzlichen Andrang gesorgt, wie Nordkurier berichtet.

Der große Andrang im Café wurde von Hans Dura, einem Templiner, besonders gewürdigt, der der Betreiberin zur Eröffnung gratulierte. Erinnerungen an die Vergangenheit, in der das Gebäude der FDJ-Kreisleitung und einer Kinderbibliothek diente, werden von den Bewohnern lebendig gehalten. Klaus Preuß, ein Anrufer der Redaktion, konnte sich noch gut daran erinnern, wie dort früher viel los war. Besonders Roland Wienecke sprach von der Kinderbibliothek, die sich in den Kellerräumen befand und wo die kleine Leserschaft fröhlich stöberte.

Erinnerungen an die DDR-Zeit

Erinnerungen an die Zeiten der DDR sind in Templin tief verwurzelt. Claudia Schröder erzählt von dem Jugendclub, der stets übervoll war und einen Ort der Begegnung bot. Dies spiegelt sich auch in der Geschichte des Gebäudes wider, das 1870 erbaut wurde und ursprünglich der Familie Ihrke gehörte, die in Templin die erste Bank betrieb. Später erwarb Dr. Kranz das Haus und führte dort seine Praxis bis 1945.

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Geschichte des Jugendtourist, einem Reisebüro der DDR, das 1975 von der FDJ ins Leben gerufen wurde, um den Jugendtourismus zu fördern. Es konzentrierte sich auf die Organisation nationaler und internationaler Reisen, bevorzugt für FDJ-Mitglieder. Junge Reisende konnten Reisen auch ins kapitalistische Ausland buchen, was zu seiner Zeit überaus bemerkenswert war. Wer mehr über die spannenden Reiseangebote erfahren möchte, kann dies auf Docupedia nachlesen.

Jugendtourist und seine Angebote

Der VEB Jugendtourist , wie er offiziell hieß, stellte verschiedenste Reisen zusammen – von Flusskreuzfahrten auf der Wolga bis hin zu Abenteuerreisen in die sozialistischen Staaten. Ab den 1980er Jahren wurden sogar Reisen in die Bundesrepublik Deutschland, Österreich und andere westliche Länder angeboten. Viele erinnern sich sicher noch an die Vorfreude, die mit den Reisen verbunden war, und an die Anmeldescheine, die eine Zeile für die Parteizugehörigkeit enthielten, wie auf Wikipedia zu lesen ist.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das Haus der Jugend und Kunst nicht nur ein Ort für kreative Entfaltung ist, sondern dass es auch die Erinnerungen und Geschichten einer ganzen Generation wachhält. Die Redaktion bedankt sich herzlich bei all den Lesern, die ihre Erinnerungen geteilt haben und kündigt an, die beliebte „Guckkasten“-Serie fortzusetzen, die seit 35 Jahren Einblicke in die Vergangenheit bietet.