In wenigen Tagen ist es so weit: Die Handball-Weltmeisterschaft 2025 beginnt in Deutschland und den Niederlanden. Besonders im Fokus steht dabei die 27-jährige Templinerin Alexia Hauf, die als Linksaußenspielerin für die deutsche Nationalmannschaft nominiert wurde. Der Startschuss für die DFB-Auswahl fällt am 26. November 2025 mit einem Auftaktspiel gegen Island in Stuttgart. Hauf, die derzeit für HSG Blomberg-Lippe in der Bundesliga spielt, sieht in der WM eine große Chance und Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere. Dies ist zudem ihre erste DM-WM, eine Erfahrung, die sie aufgrund der hohen medialen Aufmerksamkeit besonders schätzt, da die Kaderbekanntgabe erstmals live übertragen wurde, wie maz-online.de berichtet.
Alexia Hauf musste die Nominierung für die Olympischen Spiele 2024 in Paris schweren Herzens absagen, was ihren Ehrgeiz für die anstehende WM nur noch verstärkt hat. „Ich habe in den letzten Jahren konstant gute Leistungen abgeliefert und bin optimistisch, dass ich in diesem Turnier einen guten Beitrag leisten kann“, äußert sie. Für sie ist es wichtig, das DHB-Team in einem positiven Licht zu präsentieren, insbesondere, um dem Frauen-Handball mehr Sichtbarkeit zu verleihen, wie nordkurier.de anmerkt.
Der Weg zu dieser WM
Alexia Hauf begann ihre Handballkarriere beim Templiner SV Lokomotive und wechselte mit 12 Jahren zur Sportschule nach Frankfurt (Oder), wo sie später beim Frankfurter HC spielte. Ein großer Erfolg stellte sich in der A-Jugend als sie 2016 und 2017 mit dem Buxtehuder SV die Deutsche Meisterschaft gewann. Nach einem Kreuzbandriss und einem erneuten Wechsel zum Zweitligisten HL Buchholz-Rosengarten, wo sie 2019 den Titel in der 2. Liga gewann, kam Hauf 2022 zur HSG Blomberg-Lippe. Hier debütierte sie im gleichen Jahr für die Nationalmannschaft. „Es gibt viel Potenzial in unserem Team, und wir sind dicht an der Weltspitze“, ist Hauf überzeugt.
Die deutsche Mannschaft strebt mit dem Heimpublikum das Erreichen des Halbfinales an. Die letzte Medaille für die deutschen Frauen im Handball gab es vor 18 Jahren – ein bleibendes Ziel, das Hauf als Herausforderung sieht, aber nicht als Pflicht. „Eine Medaille wäre ein Traum, aber wir müssen die Erwartungen realistisch halten“, erklärt sie. In der Vorrunde trifft das Team auf Island, Uruguay und Serbien, die sie als „machbar“ einschätzt.
Über die Konkurrenz und die Trends im Frauen-Handball
Die favorisierten Teams wie Norwegen und Frankreich machen den deutschen Damen das Leben schwer. Frankreich hat 17 der letzten 18 WM-Spiele gewonnen und wird weiterhin als Favorit gehandelt. Norwegen, die Olympiasieger von 2024, hat mit einigen der besten Spielerinnen wie Nora Mørk und Katrine Lunde viel Qualität in ihren Reihen, wie die Analyse auf olympics.com verdeutlicht.
Wichtig für Hauf ist es, die Unterstützung der Familie zu haben, die bei den Spielen in Stuttgart, Dortmund und darüber hinaus dabei sein wird. Ihre Schwester und deren Familie werden in der Vorrunde anfeuern, während ihre Eltern beim Viertelfinale vor Ort sind. „Das gibt mir einen zusätzlichen Ansporn“, so Hauf. Bei allem Druck, der mit solch großen Events verbunden ist, sieht sie es als ihre Chance, mit ihrem Team eine neue Geschichte zu schreiben und den Frauen-Handball weiter voranzubringen.