In Deutschland kann jedes fünfte Grundschulkind nicht schwimmen – eine alarmierende Zahl, die sich in den letzten Jahren verdoppelt hat. Dieses Problem betrifft besonders die Region Uckermark, wo jedoch viel unternommen wird, um die Schwimmausbildung zu fördern. Ein wesentliches Projekt findet im Strandbad Brüssow statt, wo Bademeister Jens Fischbach und sein engagiertes DLRG-Team die Einrichtung in eine Schwimmschule verwandelt haben.
Dank dieser Initiative sind zahlreiche Schwimmkurse, Schulschwimmen und Abzeichenprüfungen möglich, trotz mancher wetterbedingter Herausforderungen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sogar im Jahr 2024 eine Wette über die Rettungsschwimmer-Ausbildung verloren, was die Wichtigkeit dieses Themas unterstreicht. Zudem hat Brüssow Fördermittel für einen neuen Sprungturm erhalten, was die Attraktivität des Strandbades weiter steigert.
Schulschwimmen und Engagement der Ehrenamtlichen
Aktuell nutzen neun Schulen die Schwimmbäder in Brüssow und Klockow für den Schwimmunterricht. In Brüssow sind es vier Schulen mit durchschnittlich 19 Kindern, während in Klockow fünf Schulen rund 24 Schüler:innen zum Schwimmen bringen. Frühres können Kinder in privaten Schwimmkursen, die in den Sommerferien stattfinden, ihre Fähigkeiten vertiefen. Hier ist die Gruppengröße auf maximal zehn Kinder beschränkt, sodass jeder Einzelne ausreichend Aufmerksamkeit erhält.
Mit 28 Kindern, die in diesem Jahr eine solide Schwimmausbildung durchlaufen haben, leistet die DLRG Uckermark zweifelsohne einen wertvollen Beitrag. Über 20 ehrenamtliche Rettungsschwimmer helfen fleißig bei der Ausbildung und bilden die DLRG-Jugend-Ortsgruppe Brüssow, die Jugendliche zu Rettungsschwimmern ausbildet. Diese Ausbildung findet sowohl vor Ort als auch in Hallenbädern in Schwedt und Polen statt.
Schwimmkurse für alle Altersgruppen
Im städtischen Seebad Prenzlau bieten Marcel Blume und Tobias Schuldt erschwingliche Schwimmkurse für Kinder an, die auch Vorschulkinder aus städtischen Kitas ansprechen. Das Deutsche Rote Kreuz in Templin steht ebenfalls bereit, um Winterkurse anzubieten, sodass das Schwimmen nicht nur in den Sommermonaten, sondern auch im Winter eine Rolle spielt. In der Uckermark setzt die DLRG ihre wichtige Arbeit auch in der kälteren Jahreszeit fort.
Ein weiterer Aspekt der Schwimmausbildung in der Region ist die Rettungsschwimmausbildung, die vom Deutschen Roten Kreuz angeboten wird. Hier lernen Teilnehmer:innen, wie man eine schwimmerische Rettung sicher und effektiv durchführt. Besonders angesprochen sind Personen mit Verantwortung für andere, wie Lehrer:innen oder Erzieher:innen. Nach erfolgreichem Abschluss der Grundausbildung können weitere Qualifikationen erworben werden, darunter Wasserretter:in oder Bootsführer:in.
Schwimmabzeichentage 2025
Die Bedeutung der Schwimmabzeichen zeigt sich auch in den Schwimmabzeichentagen, die vom 14. bis 22. Juni 2025 stattfanden. Über 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen das kostenlose Schwimmcheck-Angebot in rund 550 teilnehmenden Schwimmbädern, wobei mindestens 5.000 Seepferdchen- und 11.500 Schwimmabzeichen vergeben wurden. Der Präsident des Bundesverbandes zur Förderung der Schwimmausbildung, Helmut Stöhr, äußerte sich optimistisch über die positiven Ergebnisse dieser Veranstaltung. Trotz der Tatsache, dass noch nicht alle Berichte vorliegen, ist die Resonanz vielversprechend.
Insgesamt zeigen diese Entwicklungen deutlich, dass in der Uckermark und darüber hinaus engagiert daran gearbeitet wird, das Schwimmen zu fördern und die Sicherheit im Wasser zu erhöhen. Jeder Schritt zählt, um die Schwimmfähigkeiten der Kinder zu verbessern und damit auch die Sicherheit in unseren Gewässern zu stärken.