Verwaltungsumbau in Uckermark: Zwei Spitzenbeamte treten zurück!
Neuer Führungskräftewechsel in Prenzlau: Bürgermeister Sommer verabschiedet sich, während die Stadtverwaltung reformiert wird.

Verwaltungsumbau in Uckermark: Zwei Spitzenbeamte treten zurück!
Der Umbau der Stadtverwaltung steht bevor: Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) wird am 11. Dezember nach vielen Jahren seinen letzten Arbeitstag absolvieren. Sein Nachfolger wird Marek Wöller-Beetz von der CDU, der bereits als erster Beigeordneter tätig ist. Dies zieht weitreichende Veränderungen in der Stadtverwaltung nach sich, denn mit dem bevorstehenden Ruhestand von Dr. Andreas Heinrich (parteilos) am 1. März 2026, verlieren die Uckermärker gleich zwei Spitzenbeamte binnen kurzer Zeit.
Ein Schlankheitskurs für die Verwaltung
Marek Wöller-Beetz hat klare Pläne: Er möchte eine schlankere und flexiblere Verwaltung schaffen und verfolgt das Ziel, die bisherige Struktur mit zwei Beigeordneten abzuschaffen. Eine neue, hochqualifizierte Fachstelle, die die Entgeltgruppe 15 erreichen soll, wird geschaffen. Die Änderung des Stellenplans für 2025 wurde dazu bereits im Finanzausschuss vorgestellt, doch sommer betont, dass die Beigeordnetenstellen nicht sofort gestrichen werden können, da sie mit Beamten besetzt sind.
Der Verwaltungsumbau erfolgt im Kontext eines groß angelegten Modernisierungsprozesses in der öffentlichen Verwaltung, der sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert. Dieser Ansatz verfolgt die Idee der Digitalisierung und Nutzerzentriertheit, wie in der Digitalstrategie der Bundesregierung festgehalten. Ziel ist es, eine antragslose, automatisierte Verwaltung zu etablieren, die den Bürgerinnen und Bürgern zeitgemäße und handhabbare digitale Verfahren anbietet.
Herausforderungen und Chancen
In dieser Übergangsphase gibt es zusätzliche Herausforderungen. Heinrichs Ruhestand steht bevor, und der Zeitdruck für die Neuregelung wird größer. Ein „Heinrichs Erbe“ genannter Ordner mit wichtigen Informationen für seinen Nachfolger soll helfen, wichtige Elemente des aufgebauten Netzwerks zu übergeben, auch wenn Heinrich gelassen betont, dass Netzwerke nicht vererbt werden können. Dennoch äußert Uwe-Jürgen Schmidt (SPD) Bedenken über den möglichen Verlust dieser wertvollen Kontakte.
Eve Guske, die ehemalige Bürgermeisterkandidatin, fordert mehr Transparenz im Kommunikationsprozess über die bevorstehenden Umstrukturierungen. Die Ausschreibung der neuen Stelle soll noch in diesem Jahr erfolgen, was die Stadtverordnetenversammlung unter Druck setzt, Entscheidungen rechtzeitig zu treffen.
Digitaler Wandel in der öffentlichen Verwaltung
Der Umbau der Stadtverwaltung in Uckermark spiegelt einen größeren Trend wider: Die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung. Der digitale Wandel ist ein zentrales Anliegen der deutschen Bundesregierung, die plant, über 3 Milliarden Euro in digitale Programme zu investieren. Diese Anpassungen sollen der aktuellen Bevölkerung gerecht werden, indem sie digitale Verfahren ohne Medienbrüche einführt und die Benutzerfreundlichkeit erhöht. Dabei spielt die kontinuierliche Verifizierung von Zugriffsrechten und die Überwachung von Datenverkehren eine zentrale Rolle.
Die Ansätze zur Digitalisierung lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Elektronifizierung, Digitalisierung und Transformation. Diese Veränderungen verlangen nicht nur technische Anpassungen, sondern auch grundlegende strukturelle und kulturelle Veränderungen innerhalb der Verwaltungsorganisation. KI-Lösungen und cloudbasierte Technologien können dabei unterstützen, die Effizienz zu steigern und Verwaltungsprozesse zu automatisieren.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der bevorstehende Wandel in der Stadtverwaltung von Uckermark nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance zur Neuausrichtung und Modernisierung ist, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger Rechnung trägt. Der Weg in eine digitale Zukunft könnte für die Verwaltungen in Brandenburg Vorbildcharakter haben.
Weitere Details zu den Transformationsprozessen in der öffentlichen Verwaltung finden Sie bei Deloitte und EY.