Am 22. Februar 2026 fand im Oberstufenzentrum Uckermark in Prenzlau der diesjährige Tag der Berufe statt. Trotz schwieriger Wetterbedingungen, wie Glatteis, strömten rund 900 Besucher zu der Veranstaltung, die bereits zum dritten Mal in Kooperation zwischen dem OSZ, dem Landkreis Uckermark, der Arbeitsagentur Eberswalde und dem Staatlichen Schulamt Frankfurt/Oder organisiert wurde. Ziel dieser Initiative ist es, Jugendlichen und ihren Eltern verschiedene Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in der Region aufzuzeigen.
Unter den Teilnehmern war auch Lena Dubrau, eine Neuntklässlerin, die eine Ausbildung als Notfallsanitäterin in der Blaulichtfamilie anstrebt. Die Messe bot ihr und vielen anderen Acht- und Neuntklässlern eine hervorragende Gelegenheit zur Berufsorientierung. Aussteller aus unterschiedlichen Branchen waren vertreten, darunter Handwerker, Unternehmen sowie Behörden und Dienstleister. So bildet beispielsweise die Dachklempnerei Kastaun Klempner aus, während AGRARaktiv Ausbildungsplätze in 14 grünen Berufen vermittelt.
Vielfältige Berufsangebote
Die Bundeswehr stellte über 50 zivile Ausbildungsberufe in einem speziellen Ausbildungs-Truck vor. Paul Engel, ein weiterer Besucher der Messe, nutzte die Gelegenheit, um Ideen für seine berufliche Zukunft zu sammeln. Die Uckermärkische Dienstleistungsgesellschaft (UDG) bot Informationen über Ausbildungen als Abfallentsorger und Straßenwärter an, wobei ein Praktikum empfohlen wurde. Leonie Buggert entdeckte während ihrer Berufsbildungsvorbereitung ihr handwerkliches Talent und plant nun eine Ausbildung zur Klempnerin nach einem Praktikum bei der Dachklempnerei Kastaun.
Der Tag der Berufe ist nicht nur für Schüler mit konkreten Berufswünschen von Bedeutung, sondern spricht auch junge Menschen an, die sich noch unsicher sind, in welche Richtung es beruflich gehen soll. Die Veranstaltung bot die Möglichkeit, sich über freie Ausbildungs-, Praktikums- und duale Studienplätze zu informieren. Letztes Jahr hatten über 700 Besucher an der Messe teilgenommen, bei rund 60 Ausstellern und vielfältigen Berufen, die von Chemikanten über Pflegefachkräfte bis hin zu Berufskraftfahrern reichten.
Wichtige Unterstützung der beruflichen Bildung
Der Tag der Berufe ist Teil einer größeren Initiative, die auch durch gesetzliche Vorgaben gestützt wird. § 86 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) verpflichtet das zuständige Ministerium, Entwicklungen in der beruflichen Bildung zu beobachten und der Bundesregierung jährlich bis zum 15. Mai einen Bericht vorzulegen. Aktuell ist das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend dafür zuständig. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) unterstützt hierbei mit Daten und Analysen.
Der erste Berufsbildungsbericht wurde 1977 veröffentlicht und erscheint seither jährlich. Um den wachsenden Umfang der Berichte zu bewältigen, empfahl der Hauptausschuss des BIBB im Jahr 2007 eine Reform. Seit 2009 gibt es nun zwei Berichte: einen Berufsbildungsbericht der Bundesregierung, der wichtige Daten und Trends bereitstellt, sowie einen „Datenreport zum Berufsbildungsbericht“ des BIBB, der differenzierte Darstellungen und zentrale Informationen zu Aus- und Weiterbildungsthemen enthält. Weitere Informationen zur Neustrukturierung sind auf den Internetseiten des Hauptausschusses verfügbar.
Die Veranstaltungen wie der Tag der Berufe sind somit nicht nur eine Plattform für die berufliche Orientierung, sondern tragen auch zur Stärkung der beruflichen Bildung in der Region bei. Für alle Interessierten gibt es weiterführende Informationen unter www.ausbildungsinitiative-uckermark.de.
Für weitere Details zu den aktuellen Entwicklungen in der beruflichen Bildung können die Berichte des BIBB auf dieser Webseite eingesehen werden.