In Prenzlau stehen aufregende Zeiten bevor. Am 1. Dezember 2025 lässt sich bereits die politische Brise der Veränderungen spüren. Die Stadtverordnetenversammlung findet am 4. Dezember um 17.30 Uhr im Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium statt und verspricht, ein echtes Highlight zu werden. Es ist die letzte Sitzung von Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos), der am 2. Januar seine Amtszeit beendet. An seiner Stelle wird Marek Wöller-Beetz (CDU) als neuer Bürgermeister vereidigt, was für einen politischen Wendepunkt in der Stadt sorgt. Nordkurier berichtet, dass die Tagesordnung einige wichtige Entscheidungen zur Stadtentwicklung umfasst.
Die Tagesordnung ist prall gefüllt. Unter anderem stehen außerplanmäßige Ausgaben auf der Liste, um laufende und geplante Projekte nicht ins Stocken zu bringen. So ist vorgesehen, zusätzliche Mittel für Abrissarbeiten bereitzustellen, insbesondere für den Rückbau der ehemaligen Kita in Seelübbe. Auch der Ankauf von Flurstücken entlang der alten Bahntrasse für einen interkommunalen Radweg nach Templin wird behandelt. Darüber hinaus sollen Flächen am Westufer des Unteruckersees für zukünftige städtebauliche Entwicklungen erworben werden. Der Stadtverordnete werden voraussichtlich schnell zustimmen.
Diskussion um Mietspiegel sorgt für Gesprächsstoff
Nicht nur politische Entscheidungen stehen im Fokus. Der neue Mietspiegel von Prenzlau, der am 1. Juni 2022 erstellt wurde, sorgt für Diskurse in der Stadt. Die Nutzer des Mietspiegels, der die ortsüblichen Vergleichsmieten für Wohnungen ähnlicher Art, Größe und Ausstattung festlegt, sind sich uneinig. Jens Schröder vom Mieterverein kritisiert, dass bei der Erstellung zu wenig Wert auf Wohnungen mit Wärmecontracting gelegt wurde. Verwaltung und Hauptausschuss argumentieren, dass solche Wohnungen lediglich etwa zehn Prozent des Bestandes in Prenzlau ausmachen. Wie Prenzlau feststellt, befürworten die zuständigen Gremien die Annahme des Mietspiegels, was auch in der Stadtverordnetenversammlung so erwartet wird.
Der qualifizierte Mietspiegel dient nicht nur als Grundlage für Mieterhöhungen, sondern können auch als Beweismittel in rechtlichen Auseinandersetzungen dienen. Über 10.000 bewohnte Unterkünfte wurden zur Erstellung herangezogen, wobei die ermittelten Mietwerte aus den letzten vier Jahren stammen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Nettokaltmiete gelegt, jedoch nicht auf die Wohnlage, was zu einigen Diskussionen führt. Die Mietspannen ergeben sich aus der Verteilung um den Mittelwert, wobei Vermieter nach umfassenden Modernisierungsmaßnahmen die Mieten erhöhen dürfen.
Wechsel in der Gleichstellungsbeauftragtenstelle
Ein weiterer wichtiger Schritt betrifft das Gleichstellungsbüro der Stadt. Carmen Weyer, die langjährige Gleichstellungsbeauftragte, geht in den Ruhestand. Mit Linda Mernitz gibt es bereits eine Nachfolgerin, die für frischen Wind sorgen könnte. Diese Veränderungen gehen Hand in Hand mit den Umbrüchen in der Stadtverwaltung und den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.
Bürgerin Eve Guske, die im September für den Bürgermeisterposten kandidierte, zeigt sich ebenfalls interessiert an der Entwicklung der Stadt und erkundigt sich nach der Besetzung der vakanten Position des Bürgermeisters.
Ein öffentlicher Empfang für Hendrik Sommer am 11. Dezember von 14 bis 18 Uhr in der Aula des Gymnasiums wird eine wichtige Gelegenheit sein, um ihm für seine Arbeit zu danken und gleichzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es ist klar, dass Prenzlau auf ein gutes Händchen in den kommenden Monaten angewiesen ist, um die Herausforderungen der Stadtentwicklung zu meistern und die Bewohner bestmöglich zu unterstützen.