Nach 750 Jahren: Großes Sanierungsprojekt für das Dominikanerkloster!
Prenzlau plant die Sanierung des Dominikanerklosters bis 2030. Ziel: CO2-neutrale Kultureinrichtung der Uckermark.

Nach 750 Jahren: Großes Sanierungsprojekt für das Dominikanerkloster!
Das Prenzlauer Dominikanerkloster, das vor stolzen 750 Jahren ins Leben gerufen wurde, steht vor einer umfassenden Sanierung, die aus den ehrgeizigen Plänen von Dr. Stephan Diller, dem Leiter des Kulturzentrums, hervorgeht. Ziel ist es, bis 2030 die Klosterkirche sowie den Anbau am Westflügel umfassend zu erneuern und die historische Stätte in ein kulturelles Zentrum der Uckermark zu verwandeln. Wie der Nordkurier berichtet, gilt es, mehrere Herausforderungen zu bewältigen, um das Kloster wieder als Einheit zu präsentieren und zu nutzen.
Besonders interessant sind die Pläne zur Umgestaltung der Nikolaikirche, die seit 2022 leer steht. Diese Umnutzung basiert auf einer Masterarbeit von Georg Julian Schulz und sieht vor, dass die Kirche weiterhin für Gläubige zugänglich bleibt. Mit tribünenartig aufgebauten Kirchenbänken wird dabei eine neue Atmosphäre geschaffen. Zudem plant Diller, eine zweite Ebene mit einem Konferenzraum und Büros in Höhe der Empore einzurichten. Das Ganze soll durch moderne Einrichtungen wie WC-Anlagen und eine Teeküche ergänzt werden.
Sanierungsmaßnahmen und Umweltziele
Den Planern ist es wichtig, die erste CO2-neutrale Kultureinrichtung der Uckermark zu realisieren. Dies erfordert nicht nur eine moderne Fußbodenheizung, die an die Fernwärmeversorgung angeschlossen wird, sondern auch die Einhaltung aktueller Brandschutzrichtlinien. Wie der Museumsbund hervorhebt, ist die Sensibilität im Umgang mit historischen Baukörpern entscheidend. Verständlicherweise spielt dabei eine sorgfältige Kombination aus traditionellen und modernen Techniken eine Rolle.
Dr. Diller plant zudem, einen Fluchtweg sowie einen Lift im Westflügel einzurichten, um die Sicherheit für Besucher zu gewährleisten. Aktuelle Brandschutzanforderungen mussten in den letzten 25 Jahren angepasst werden, was die Sanierung komplexer macht, jedoch für ein zeitgemäßes Nutzungskonzept unerlässlich ist.
Investitionen und Unterstützung
Die voraussichtlichen Kosten für die Sanierung der Kirche und der Superintendentur betragen rund 12 Millionen Euro. Der Landkreis Uckermark zeigt sich kooperativ und unterstützt kulturelle Projekte jährlich mit 45.000 Euro. Ziel von Dr. Diller ist es auch, EU-Fördergelder zu beantragen, um die Finanzierung sicherzustellen. Ein solches Vorhaben ist nicht nur finanziell herausfordernd, sondern auch wettbewerbsintensiv, bedenkt man die zahlreichen Projekte in Deutschland, die ähnliche Förderungen anstreben. Wie die Webseite von Austrasse Zürich beschreibt, sind zahlreiche Kloster-Sanierungen in Deutschland gut dokumentiert und erfolgreich umgesetzt worden, was Hoffnung auf ein gelungenes Projekt für das Dominikanerkloster machen lässt.
Die Pläne für die Umnutzung sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Möglichkeit, die kulturelle und religiöse Bedeutung des Klosters für die Region zu bewahren. Die Kombination aus historischer Sensibilität und modernen Renovierungstechniken könnte ein Vorbild für künftige Projekte in der Uckermark sein. „Hier liegt wirklich was an“, könnte man sagen, wenn es darum geht, Tradition und Fortschritt miteinander zu verbinden.
Die Herausforderungen sind groß, doch die Vision ist klar: Ein revitalisiertes Dominikanerkloster, das künftigen Generationen als kulturelles Erbe und Ort der Begegnung dient.