Die Faschingsnacht in der Uckerseehalle, die vom Prenzlauer Carnevalclub e.V. (PCC) veranstaltet wurde, bot am vergangenen Wochenende ein spektakuläres Erlebnis. Unter dem Motto „Himmlisch wird’s beim PCC – von der Antike bis zum Uckersee“ erwartete die Besucher eine Nacht voller Götter, Mythen und Legenden. PCC-Präsident Silvio Grensing begrüßte die Gäste mit einem dreifachen „Primis Lavia“ und setzte damit den feierlichen Ton für das Event.
Die festlich dekorierte Halle schuf eine eindrucksvolle Verbindung von antiken und mythischen Gefilden. Im Mittelpunkt standen das Prinzenpaar Frieda I. und Florian I., während Bürgermeister Marek Wöller-Beetz als Zeus auftrat und symbolisch das Olympische Feuer an Silvio Grensing übergab. Wöller-Beetz lobte in seiner Ansprache die 47-jährige Tätigkeit von Grensing im PCC sowie die unermüdliche Motivation der Mitglieder. Das fast dreistündige Showprogramm, das Garde- und Showtänze, Gesang, humorvolle Einlagen und die Schalmeienkapelle Rossow umfasste, sorgte für beste Unterhaltung.
Ein Fest für alle Sinne
Die Kostüme der Teilnehmer reichten von den Olympischen Göttern bis hin zur Unterwelt und trugen zur festlichen Atmosphäre bei. Nach dem abwechslungsreichen Programm wurde ausgelassen gefeiert und getanzt. Ein närrisches Standesamt öffnete seine Pforten und erlebte einen Ansturm von Heiratswilligen, die sich von der fröhlichen Stimmung anstecken ließen. Der PCC lädt auch am 22. Februar zu einem närrischen Umzug durch Prenzlau ein, der um 14 Uhr auf dem Parkplatz Lidl startet und um 15 Uhr im Seepark in einen „Närrischen Trubel“ übergeht.
Die Tradition des Karnevals
Faschingsveranstaltungen wie diese sind Teil einer langen Tradition, die in Deutschland und vielen anderen Ländern gefeiert wird. Der Begriff „Karneval“ bezieht sich auf die Bräuche, die vor der Fastenzeit stattfinden und am Aschermittwoch beginnen. Die Feierlichkeiten variieren stark, mit Umzügen, Liedern, Masken und Kostümen, und haben tief verwurzelte kulturelle Bedeutungen. Hochburgen des Karnevals im deutschen Sprachraum sind vor allem das Rheinland und die schwäbisch-alemannische Fastnacht. Historisch gesehen gab es bereits vor 5000 Jahren in Mesopotamien Feste, die Ähnlichkeiten mit dem heutigen Karneval aufweisen.
Die älteste literarische Erwähnung der „Fasnaht“ stammt aus dem Jahr 1206, und der Begriff „Karneval“ tauchte im Rheinland erstmals Ende des 17. Jahrhunderts auf. Während die Feiern regional unterschiedlich sind, gibt es in vielen Teilen Deutschlands spezielle kulinarische Traditionen, die mit der Fastnacht verbunden sind. So wird der Karneval traditionell am Dreikönigstag oder am 11. November eingeläutet, wobei der Höhepunkt der Festlichkeiten in der Woche vor Aschermittwoch, insbesondere am Rosenmontag, erreicht wird.
Für weitere Informationen über die kommende Faschingsparty des PCC, die im Jahr 2025 stattfinden wird, können Interessierte die Webseite hier besuchen.
Die Faschingszeit ist eine Gelegenheit, sich von den alltäglichen Sorgen zu befreien und in eine Welt voller Fantasie und Freude einzutauchen. Die Feierlichkeiten bieten nicht nur Spaß, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl und die kulturelle Identität – Aspekte, die in unserer heutigen Gesellschaft von großer Bedeutung sind.
Mehr über die Hintergründe des Karnevals und seine Entwicklung erfahren Sie in der umfassenden Wikipedia-Seite über Karneval, Fastnacht und Fasching.