In Prenzlau, im Georg-Dreke-Ring 61, bietet der Familienentlastende Dienst der Stephanus-Stiftung eine wertvolle Unterstützung für Familien mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen an. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, den Alltag dieser Familien zu erleichtern und neue Freiräume zu schaffen. Die Leiterin Petra Klabunde informiert, dass ein Pflegegrad Voraussetzung für die Nutzung der Hilfsangebote ist. Dies gilt nicht nur für schwerbehinderte Menschen, sondern auch für Diabetes-Erkrankte, die ebenfalls Anspruch auf die Leistungen haben. Die Angebote sind kostenfrei und werden über die Pflegekasse abgerechnet.

Zu den vielfältigen Unterstützungsleistungen gehören Begleitungen im Alltag, Unterstützung bei Freizeitgestaltungen, Beratung zu Hilfsmitteln und Anträgen sowie Begleitungen bei Behördengängen. Klabunde weist darauf hin, dass viele Eltern oft nicht über ihre Ansprüche informiert sind, was die Inanspruchnahme dieser wichtigen Unterstützung erschwert. Die Außenstelle in Prenzlau bietet montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr kostenlose Beratungszeiten an, um Familien über ihre Möglichkeiten aufzuklären. Zusätzlich plant die Stiftung, in Zusammenarbeit mit dem Amt Brüssow, drei Wochen Ferienspiele während der Sommerferien, bei denen Hortkinder ohne Behinderung gemeinsam mit Kindern mit Behinderung betreut werden, um eine starke Gemeinschaft zu fördern.

Vielfältige Angebote zur Unterstützung

Der familienunterstützende Dienst (FeD) geht noch einen Schritt weiter und bietet Entlastungs- und Pflegedienstleistungen nicht nur in Prenzlau, sondern auch deutschlandweit an. Ziel ist es, Freiräume zu schaffen und Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen zu bieten. Dabei umfasst das Angebot Assistenzleistungen wie die Begleitung bei Freizeitaktivitäten, Unterstützung bei der Haushaltsführung sowie Hilfe bei Behördengängen und Mobilität. Die Betreuung kann tagsüber, abends, nachts, an Wochenenden, Feiertagen und während der Ferien erfolgen. Geschwister- und Kinderbetreuung sind ebenfalls verfügbar.

Die Unterstützung wird individuell nach den Bedürfnissen der Nutzer gestaltet, und die Kosten können direkt mit der Kranken- und Pflegekasse abgerechnet werden. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist ein Pflegegrad oder Schwerbeschädigtenstatus. Diese umfassenden Angebote sind eine wertvolle Hilfe für Familien mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre sowie für Menschen mit Behinderungen.

Gemeinsam stark: Inklusion und Freizeitgestaltung

Ein weiteres spannendes Projekt, das am 23. Februar in der Max-Lindow-Sporthalle Prenzlau startet, ist das Angebot inklufit. Hierbei handelt es sich um eine Initiative, die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klasse anspricht und den Spaß an Mannschaftsspielen, Fairness und respektvolles Miteinander fördert. Im Gegensatz zu den anderen Angeboten ist für die Teilnahme an inklufit kein Pflegegrad notwendig, was die Zugänglichkeit für alle Kinder erhöht. Das Ziel ist es, eine inklusive Gemeinschaft zu fördern und Kinder mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen.

Die Unterstützung durch den Familienunterstützenden Dienst (FuD) geht Hand in Hand mit diesen Initiativen. Der FuD entlastet Familien, indem er zeitweise die Betreuung übernimmt und pflegerische Hilfen bietet. Dies ermöglicht es den betreuenden Angehörigen, auch einmal eine Auszeit zu nehmen und sich um andere Dinge zu kümmern, sei es die Arbeit oder die Betreuung von Geschwisterkindern. Die vielfältigen Angebote, die von Wohlfahrtsverbänden und ambulanten Pflegediensten bereitgestellt werden, schaffen ein Umfeld, in dem Familien in schwierigen Situationen unterstützt werden und ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Insgesamt zeigt sich, dass die Initiativen in Prenzlau und darüber hinaus eine wichtige Rolle dabei spielen, Familien mit Einschränkungen zu entlasten und ihnen ein Leben in Gemeinschaft zu ermöglichen. Informationen zu diesen Angeboten sind unter den folgenden Links erhältlich: Uckermark Kurier, Querleben, und Betanet.