Am 6. Februar 2026 fand am Unteruckersee in Prenzlau eine beeindruckende Übung der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, die Einsatzkräfte auf eine realitätsnahe Eisrettung unter winterlichen Bedingungen vorzubereiten. Unter der Leitung von Ortswehrführer Tino Fischer wurde das Training bei anhaltend niedrigen Temperaturen durchgeführt, die ein ideales Setting für die Eisrettungstraining boten. Die Feuerwehrleute testeten verschiedene Ausrüstungen wie Überlebensanzüge, Eisrettungsboards und Sicherungssysteme. Diese Übungen umfassten sowohl Einzeleinsätze als auch Truppverfahren, wobei der Schwerpunkt auf der effektiven Handhabung und Koordination an der Einsatzstelle lag.

Ein spezielles Board kam zum Einsatz, um eine Person zu retten, die ins Eis eingebrochen war. Zudem wurde eine Drohne des Landkreises Uckermark zur Lageerkundung genutzt. Bürgermeister Marek Wöller-Beetz würdigte den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute und appellierte an die Bevölkerung, den Einsatzkräften Respekt zu zollen. Vor dem Hintergrund der prognostizierten Tauwetterbedingungen wurde eindringlich vor dem Betreten von vereisten Gewässern gewarnt. Die steigenden Temperaturen könnten die Tragkraft des Eises gefährlich beeinträchtigen.

Aktuelle Gefahren durch Eiseinbrüche

Die Warnungen der Feuerwehr sind mehr als gerechtfertigt. Erste Meldungen über Unfälle auf zugefrorenen Wasserflächen sind bereits eingegangen. In Berlin sind zwei Personen, darunter ein Kind, ins Eis eingebrochen, und ein Angler am Neubrandenburger Reitbahnsee musste ebenfalls gerettet werden. Dies verdeutlicht die Gefahren, die mit dem Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen einhergehen. Die Polizeisprecherin Claudia Berndt betont die Bedeutung einer schnellen Reaktion der Anwesenden. Das Risiko von Unterkühlungen, die lebensbedrohlich sein können, ist bei einem Eiseinbruch enorm.

Die Feuerwehr und andere Behörden rufen dazu auf, nur freigegebene Eisflächen zu betreten und sich regelmäßig über die aktuelle Situation zu informieren. Tipps für Ersthelfer und Einsatzkräfte beinhalten unter anderem, dass man bei knisterndem Eis flach liegen bleiben und vorsichtig zum Ufer robben sollte, um das Gewicht zu verteilen. Auch sollten Helfer ihre eigene Sicherheit stets im Blick haben und geeignete Rettungsgeräte wie Ringe oder Leinen nutzen.

Prävention und Aufklärung

Es ist wichtig, dass die Bevölkerung über die Gefahren von Eiseinbrüchen aufgeklärt wird. Besonders Kinder sind häufig von solchen Unfällen betroffen, weshalb sie frühzeitig über die Risiken und geeigneten Rettungsmöglichkeiten informiert werden sollten. Allgemeine Verhaltensregeln auf dem Eis, wie das Vermeiden von betretenem Eis, das knistert oder Risse aufweist, sollten stets beachtet werden. Die DLRG weist darauf hin, dass die Selbstrettung schnell erfolgen muss, da Kälte die Beweglichkeit stark einschränkt. Bei einem Eiseinbruch sollte man Panik vermeiden, schnell das Wasser verlassen und sich, wenn nötig, flach hinlegen, um das Gewicht besser zu verteilen.

Die tragischen Folgen von Eiseinbrüchen sind nicht zu unterschätzen. Zahlreiche Vorfälle, einige mit tödlichem Ausgang, zeigen die Risiken auf, die mit beliebten Aktivitäten auf Eis wie Schlittschuhlaufen oder Eishockey verbunden sind. Es ist daher unerlässlich, dass sowohl Erwachsene als auch Kinder die Gefahren kennen und sich an die Empfehlungen der Rettungsorganisationen halten. Weitere Informationen und präventive Maßnahmen sind auf der Webseite der DLRG zu finden hier.

Für weitere Details zur Übung der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau können Sie die vollständige Berichterstattung hier nachlesen.