In der Uckermark wird es spannend: Der Berliner Verein „bilderbewegen“ hat das Projekt „Kinder machen Kurzfilm“ ins Leben gerufen, das es Kindern der Grundschulen ermöglicht, ihre kreativen Ideen filmisch umzusetzen. Seit mehreren Jahren nehmen Schulen aus der Region an diesem innovativen Projekt teil, das den jungen Teilnehmenden nicht nur die Kunst des Filmemachens näherbringt, sondern auch die Gelegenheit bietet, ihre Geschichten in Form von Kurzfilmen zu erzählen. Die Kinder lernen dabei alles, was zu einem Film gehört: vom Drehbuch über die Szenen und Requisiten bis hin zur Kameraarbeit, dem Ton und dem Filmschnitt.
Das diesjährige Motto des Projekts lautet „Glaube, Liebe, Hoffnung – Zeitzeug:innenschaft trifft Gegenwart“ und stellt die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart in den Mittelpunkt. Die teilnehmenden Schulen – darunter Schwedt, Templin, Angermünde und Lychen – haben vier beeindruckende Kurzfilme produziert, die diese Thematik auf unterschiedliche Weise beleuchten.
Die Premiere der Kurzfilme
Die Premiere der entstandenen Werke wird an mehreren Orten gefeiert. Die ersten Aufführungen finden am 26. Januar um 10.30 Uhr im FilmforUM Schwedt (Handelsstraße 23) statt, gefolgt von weiteren Vorstellungen am 27. Januar um 10 Uhr im Multikulturellen Centrum Templin (Prenzlauer Allee 6), am 28. Januar um 18 Uhr im Alten Kino Lychen (Kirchstraße 3a) und schließlich am 29. Januar um 10.30 Uhr in der Alten Brauerei Angermünde (Heinrichstraße 11). Die Kinotage bieten freien Eintritt und ein Begleitprogramm, das die Zuschauer in die Welt der Kinderfilmemacher eintauchen lässt.
Die Filme selbst sind ein Spiegel der kreativen Köpfe, die sie geschaffen haben. So erzählt der Film „Freundinnen auf geheimer Mission – Die Krazy Kiste“ (Klasse 6a, Schwedter Grundschule „Erich Kästner“) von sechs Freundinnen, die eine Welt voller Zukunftsträume aus der Vergangenheit entdecken. In „Um Kartoffelsalat“ (Klasse 5b, Angermünder Puschkinschule) wird die Geschichte von Paula erzählt, die heimlich den Weihnachtskartoffelsalat isst und ihre Freundinnen vor eine Herausforderung stellt. Die „Mandoline“ in „Mit der Mandoline durch die Zeit“ (Klasse 6, Pannwitz-Grundschule Lychen) führt Kinder zu den Erinnerungen einer 94-jährigen Lychnerin, während „Zwei Zeiten: 1975 und 2025“ (Klasse 6b, Templiner Goethe-Grundschule) die Heimweg-Erlebnisse eines Schulkindes von damals und heute vergleicht.
Einblick in die Projektstruktur
Das Projekt „Kinder machen Kurzfilm!“ hat eine klare Struktur, die es den Kindern ermöglicht, ihre filmischen Geschichten zu entwickeln. In der ersten Phase arbeiten die Kinder unter Anleitung von Kulturschaffenden und Filmemachern an Geschichten, die jährlich wechselnde Themen behandeln. Eine Fachjury wählt dann eine Geschichte aus, die die Grundlage für einen Wochenendworkshop bildet, an dem 15 bis 20 Kinder aktiv an einem Drehbuch arbeiten. Die Präsentation des Drehbuchs findet in den teilnehmenden Schulen statt, gefolgt von einer Einladung zu einem achttägigen Produktionsworkshop für etwa 30 Kinder. Hier werden sie in verschiedene Filmdepartments wie Regie, Schauspiel, Kamera, Ton, Ausstattung und Kostüm aufgeteilt.
Die professionelle Anleitung während der Umsetzung des Drehbuchs in bewegte Bilder ist ein entscheidender Faktor, der den Kindern nicht nur technisches Wissen vermittelt, sondern auch ihr Selbstbewusstsein stärkt. Die Premiere der Kurzfilme fand bereits im Dezember 2015 in Schwedt und Prenzlau statt und wurde sogar beim KuKi Internationalen Jugend- und Kinderkurzfilmfestival in Berlin präsentiert. Diese Plattform ermöglicht es den jungen Filmemachern, ihre Arbeiten einem breiteren Publikum vorzustellen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Die Bedeutung solcher Projekte für die kreative und persönliche Entwicklung von Kindern kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie bieten nicht nur einen Raum für Kreativität, sondern fördern auch Teamarbeit und soziale Interaktion, die in der heutigen Zeit von großer Bedeutung sind. Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt finden sich auch auf der Webseite von VisionKino.
Insgesamt zeigt das Projekt, wie wichtig es ist, Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Geschichten zu erzählen und sie dabei zu unterstützen, ihre kreativen Fähigkeiten zu entfalten. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, die kulturelle Bildung in der Uckermark zu fördern und die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart lebendig werden zu lassen. Weitere Details zu den Veranstaltungen und dem Projekt finden Sie unter Nordkurier.