Heute ist der 25.02.2026. In der Uckermark und darüber hinaus haben die jüngsten Wetterbedingungen, insbesondere die Schneeschmelze und das Regenwasser, zu erheblichen Überflutungen von Straßen und Grundstücken geführt. Die alarmierten Feuerwehren sind im Dauereinsatz, um die Situation zu bewältigen. Ein Beispiel dafür ist die Feuerwehr in Hinterfeld bei Beenz, die zur Unterstützung bei der Überflutung des einzigen Zugangs zu den Häusern gerufen wurde. Stadtbrandmeister Michael Zander informierte darüber, dass die Einsatzfahrzeuge im Gefahrenfall unbedingt passieren müssen. So war die Feuerwehr von 10 Uhr bis 20 Uhr mit drei Pumpen im Einsatz.

Ein weiterer Einsatz fand in Gandenitz statt, wo die Straße nach Mahlendorf seit dem 12. Februar wegen Überflutung gesperrt ist. Die Feuerwehr Gandenitz musste sogar ein liegengebliebenes Auto aus der Furt bergen. Die Diskussion über den Einsatz der Feuerwehr zum Abpumpen des Wassers in Gandenitz zeigt, dass die örtlichen Ressourcen an ihre Grenzen stoßen. Ortswehrführer Roland Schulz erklärte, dass die Feuerwehrpumpe nicht für sedimentbelastetes Wasser über lange Zeiträume geeignet ist; ein Einsatz hätte viel Zeit und Material in Anspruch genommen. So entschied man sich, die Feuerwehr nicht zu schicken, um das Ehrenamt nicht zu belasten. Dennoch verhinderten freiwillige Helfer mit Unterstützung von Land- und Forstwirten die Überflutung eines Wohnhauses.

Feuerwehreinsätze in Mecklenburg-Vorpommern

Die Situation ist nicht nur in der Uckermark angespannt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die Feuerwehren stark gefordert. Seit dem Wochenende gab es bereits über 300 Feuerwehreinsätze in der Region, unter anderem durch das Tau- und Schmelzwasser. Besonders betroffen ist der Landkreis Rostock, wo sich Wasser unter einem Bahndamm in Bentwisch bis zu drei Meter hoch staut, verursacht durch einen verstopften Abfluss. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW) waren seit Sonntagabend im Einsatz, um das Wasser abzupumpen. Geschätzte fünf Millionen Liter mussten abgepumpt werden, und ein Bagger wurde eingesetzt, um den Kanal zu vergrößern.

Auf den Straßen ist die Lage ebenfalls angespannt: Einige Bundesstraßen sind weiterhin gesperrt, darunter die B197 zwischen Neubrandenburg und Anklam. Verkehrsgesellschaften warnen vor Einschränkungen im Busverkehr, insbesondere auf der Insel Rügen und in den Regionen Bad Sülze, Tribsees und Stralsund. In Teterow stand das Wasser teilweise 30 cm hoch, was zur Sperrung der Landesstraße zwischen Franzburg und Tribsees führte. Die Warnung vor instabilen Stellen, wie etwa Abbrüchen der Steilküste von Rügen, macht die Situation noch gefährlicher.

Gemeinsam gegen die Fluten

Die Feuerwehr in der Mecklenburgischen Seenplatte verzeichnete bis Samstagabend knapp 140 Einsätze, und es gab keine Verletzten oder Evakuierungen zu berichten. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt. Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und den freiwilligen Helfern ist besonders hervorzuheben, wie auch die Initiative des Ortsvorstehers Egbert Moritz, der eine spezielle Schmutzwasserpumpe besorgte, deren Kosten von der Stadt übernommen werden. Diese Pumpe ist seit Montagmittag ununterbrochen im Betrieb und hilft, die drohenden Überflutungen zu bekämpfen.

Die Herausforderungen, vor denen die Feuerwehren stehen, sind ein eindrucksvolles Beispiel für die Auswirkungen von Wetterereignissen auf die Infrastruktur und die Lebensqualität der Menschen in der Region. Die aktuellen Einsätze zeigen, wie wichtig gut koordinierte Notfallmaßnahmen und die Unterstützung der Gemeinschaft sind, um solchen Naturereignissen zu begegnen.

Für weitere Informationen zu den Einsätzen und der aktuellen Lage verweisen wir auf die ausführlichen Berichterstattungen der Quellen: Nordkurier, NDR und Tagesschau.