Erstes Rotorblatt bricht im Windpark Lübz – Experten ermitteln jetzt!
Im neuen Windpark nahe Lübz brach ein Rotorblatt. Experten untersuchen die Ursache, während andere Anlagen überprüft wurden.

Erstes Rotorblatt bricht im Windpark Lübz – Experten ermitteln jetzt!
In einem neuen Windpark bei Lübz ist es zu einem unerfreulichen Vorfall gekommen: Am vergangenen Freitag brach bei einer Windkraftanlage ein Rotorblatt, und das aus bislang ungeklärter Ursache. Glücklicherweise blieben Menschen unverletzt, während Teile des beschädigten Rotorblattes zu Boden stürzten. Um die Unfallstelle wurde sofort eine gründliche Absperrung eingerichtet, damit die Untersuchung reibungslos verlaufen kann. Erste Experten sollen noch in dieser Woche die Ursachen für den Flügelbruch ermitteln, und heruntergefallene Fragmente werden eingehend analysiert, wie Uckermarkkurier berichtet.
Havarien in der Windkraftbranche
Die betroffene Windkraftanlage ist momentan außer Betrieb. Insgesamt sind im Windpark Werder 2 sieben Anlagen vom Typ N163/5x installiert, die sich durch einen beeindruckenden Rotordurchmesser von 163 Metern und eine Nabenhöhe von bis zu 164 Metern auszeichnen. Jedes dieser Windräder hat eine Leistung von rund fünf Megawatt und schaltet sich bei einer Windgeschwindigkeit von 10,8 km/h ein. Bei stürmischen 94 km/h schalten sie sich hingegen ab, um sicher zu bleiben. Nach dem Vorfall wurden die sechs anderen Windräder des Parks vorübergehend abgeschaltet und auf Auffälligkeiten untersucht. Diese Kontrollen verliefen jedoch ohne nennenswerte Funde, sodass die anderen Anlagen erneut in Betrieb genommen werden konnten.
Die Havarie in Lübz wirft auch einen Schatten auf ähnliche Vorfälle, die in letzter Zeit die Windkraftbranche beschäftigten. So stürzte am 29. September 2021 ein Windrad in Haltern ohne Fremdeinwirkung ein, was zur Zerstörung baugleicher Windkraftanlagen in Deutschland führte. Die Rückbauten dieser Windräder haben auch Auswirkungen auf neue Projekte, wie den am 6. Mai 2024 eröffneten Windpark „Jüchen A 44n“, wo einige Bauteile wiederverwendet wurden, wie die Halterner Zeitung berichtet.
Sicherheit von Windkraftanlagen
Die Vorfälle sprechen die Sorgen um die Sicherheit von Windenergieanlagen an. In einer Analyse von TÜV NORD wird darauf hingewiesen, dass moderne Windkraftanlagen als die sichersten Bauwerke in Deutschland gelten. Dennoch gab es in der Vergangenheit Vorfälle, bei denen beispielsweise in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern vier Windkraftanlagen umgeknickt sind, was zu einem erheblichen Schaden von mehreren Millionen Euro führte. Glücklicherweise wurden dabei keine Menschen verletzt, so berichtet TÜV Nord.
Die aktuelle Situation wird mit Spannung verfolgt, und ob die Havarie in Lübz auch die zuständigen Behörden in ihren Überlegungen zur Windkraftnutzung beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Eine Antwort von der Genehmigungsbehörde steht noch aus. Die Branche muss sich mit den Sicherheitsfragen auseinandersetzen, denn in einem sich schnell entwickelnden Umfeld wie der Windkraft ist ein gutes Händchen gefragt.