Die Uckermark ist ein faszinierendes Stück Deutschland, das nicht nur durch seine Natur, sondern auch durch seine wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte besticht. Mit einer Fläche von 3.077 km² ist die Uckermark einer der flächengrößten, aber gleichzeitig mit rund 38 Einwohnern pro km² einer der am dünnsten besiedelten Landkreise Deutschlands. Diese Region im Nordosten Brandenburgs, etwa 80 Kilometer von Berlin entfernt, zieht immer mehr natur- und erholungssuchende Touristen an.
Die Uckermark bietet über 500 Seen, Wälder und drei Großschutzgebiete: den Nationalpark Unteres Odertal, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sowie den Naturpark Uckermärkische Seen. Die malerische Landschaft mit sanften Hügeln, kleinen Seen und dichten Wäldern ist ideal für Aktivitäten wie Wandern, Radfahren und Kanufahren. Besonders beliebt ist die Region als nachhaltige Urlaubsregion, die auch mit über 1 Million Übernachtungen im Jahr 2019 und einem Bruttoumsatz von ca. 322,5 Millionen Euro durch den Tourismus glänzt, wie hier beschrieben wird.
Wirtschaftliche Perspektiven
Die Wirtschaft der Uckermark ist vielfältig. Wichtige Sektoren sind der Tourismus, die Landwirtschaft und die erneuerbaren Energien. Auffallend ist, dass die Uckermark mit über 1.900 MW die höchste installierte Leistung an erneuerbaren Energien in Brandenburg aufweist. Dieses Engagement in der nachhaltigen Energieproduktion ist besonders wichtig in Zeiten des Klimawandels. Der Landwirtschaft stehen 192.000 Hektar an nutzbarer Fläche zur Verfügung, was die Region zu einem bedeutenden Agrarstandort macht.
Industrielle Zentren liegen in Schwedt/Oder, wo die PCK-Raffinerie und die Papierindustrie angesiedelt sind, sowie in Prenzlau, der „Hauptstadt“ der Uckermark mit über 20.000 Einwohnern. Hier befindet sich auch die beeindruckende St. Marien Kirche, die erste Hallenkirche Nordeutschlands. Die Stadt hat eine historische Altstadt, die Besucher in ihren Bann zieht.
Kulturelle Schätze und Herausforderungen
Die kulturellen Angebote der Uckermark sind ebenso vielfältig wie ihre Landschaft. Historische Stadtkerne in Angermünde und Templin sowie zahlreiche Feldsteinkirchen, Gutshäuser und das Schloss Boitzenburg verleihen der Region einen besonderen Charme. Doch die Uckermark steht auch vor Herausforderungen: Die Abwanderung junger Menschen und ein prognostizierter Rückgang der Bevölkerung bis 2030 machen der Region zu schaffen, während gleichzeitig ein Zuzug von Menschen aus Metropolen zu verzeichnen ist.
Die politische Landschaft wird am 19. April 2026 durch die Landratswahl, die als Testfall für politische Stimmungen in Ostdeutschland gilt, entscheidend geprägt. In der Stichwahl treten Karina Dörk von der CDU und Felix Teichner von der AfD gegeneinander an. Zudem wird die Uckermark Pilotkommune im Modellvorhaben „Verbraucherschutz in Kommunen leben“, was die Bedeutung der Region im deutschen Kontext weiter unterstreicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Uckermark nicht nur ein Ort der Ruhe und Erholung ist, sondern auch ein Beispiel für wirtschaftliche und kulturelle Dynamik in einer sich wandelnden Gesellschaft. Die Region ist durch ihre gute Erreichbarkeit mit der Bahn und durch Busverbindungen, die Templin, Prenzlau, Schwedt und Angermünde miteinander verbinden, bestens für einen Besuch geeignet. Der UckermarkShuttle, der von April bis September Fahrradträger für bis zu vier Räder anbietet, sorgt zudem für eine klimafreundliche Anreise. Mehr Informationen finden Sie hier.