In der malerischen Stadt Perleberg gibt es derzeit spannenden Entwicklungen rund um die St. Jacobi-Kirche. Die altehrwürdige Kirche wird bald mit neuen Bronzeglocken ausgestattet, die aus Essen kommen. Heute, am 3. November 2025, machen Bauarbeiten das Glockengeläut zunächst unmöglich, doch die Vorfreude auf die kommenden neuen Klänge ist bereits spürbar.

Sechs gebrauchte Bronzeglocken, die 2021 aus der abgerissenen katholischen Kirche St. Josef in Essen-Kupferdreh erworben wurden, warten darauf, in den 40 Meter hohen Kirchturm von St. Jacobi eingebaut zu werden. Zum ersten Mal läuten sollen die neuen Glocken an Ostern 2026, eine Aussicht, die sowohl Gläubige als auch die ganze Gemeinde begeistert.

Bauarbeiten und Finanzierungsherausforderungen

Der Einbau erfordert nicht nur geschickte Hände, sondern auch umfassende Bauarbeiten. So muss der Mittelsteg in den Schall-Luken entfernt werden, um die Glocken, die zwischen 500 kg und 3,25 Tonnen wiegen, sicher zu installieren. Dieses Gesamtprojekt, das auch die Sanierung der Treppenanlage und Außenfassade umfasst, wird mit satten 1,3 Millionen Euro veranschlagt.

Die Finanzierung erfolgt durch eine Mischung aus Spenden, der Vorarbeit des Fördervereins, der 2018 seine Arbeit einstellte, und verschiedenen Zuschüssen. Man darf gespannt sein, wie kreativ die Gemeinde in den kommenden Monaten beim Spendensammeln sein wird. Die alten Stahlgussglocken, die schon über 100 Jahre im Turm hingen, sollen später vor der Kirche ausgestellt werden – ein schöner geschichtlicher Akzent.

Eine lange Tradition

Die ursprünglichen Bronzeglocken der St. Jacobi-Kirche wurden im Jahre 1916 durch einen Brand, der möglicherweise durch einen Blitzschlag oder das Rauchen eines Uhrmacherlehrlings verursacht wurde, zerstört. Der Wiederaufbau der Glocken und damit der akustischen Identität der Kirche ist somit auch ein Rückgriff auf eine lange Tradition, die seit vielen Jahren auf die Rückkehr dieser Klänge gewartet hat.

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Brass-gelockte Glocken haben zudem eine beeindruckende Lebensdauer: Während Stahlgussglocken etwa 140 Jahre halten, können Bronzeglocken bis zu 600 Jahre alt werden, was diesen Neuzugang nicht nur zu einer klanglichen, sondern auch zu einer kulturellen Bereicherung macht.

Mit viel Wehmut blicken die Anwohner auf die Veränderungen, doch die Vorfreude auf das neue Geläut ist ungebrochen. Die St. Jacobi-Kirche wird bald wieder mit ihrem historischen Klangvolumen zu hören sein, und die Gemeinde kann sich auf eine neue Ära der akustischen Identität freuen. Der Austausch und das Miteinander nehmen in dieser Phase einen hohen Stellenwert ein – da liegt was an!

Die St. Jacobi-Kirche in Perleberg ist auf einem guten Weg, ihre Glocken für die kommenden Generationen zu bewahren und dem armen Klang ihrer Vergangenheit neues Leben einzuhauchen. Damit wird sie nicht nur ein Ort der Spiritualität, sondern auch ein Akustik-Highlight in der Stadt bleiben. Bleiben wir gespannt, wie es weitergeht!

rbb24 berichtet, dass die Glocken bis März 2026 eingebaut sein sollen. Das ist ein spannendes Projekt, das alle in Perleberg mit offenen Armen empfangen.