In Perleberg gibt es spannende Neuigkeiten aus der Gastronomie: Nino Rakow hat die Pacht für die traditionsreiche Neue Mühle übernommen. Der Gastronom bringt reichlich Erfahrung mit, denn zuvor leitete er das beliebte Restaurant „Haus am See“ in Lenzen und war sowohl in Wittenberge als auch auf Schloss Sigrön tätig. Rakow hat bereits als Kellner und Koch für die vorherige Pächterin Mandy Glaser gearbeitet, die den Betrieb im Dezember 2023 aufgrund steigender Lebensmittel-, Personal- und Energiekosten aufgeben musste. Diese Herausforderungen sind nicht nur lokal, sondern betreffen die gesamte Branche, wie aktuelle Umfragen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) zeigen.

Ab dem 14. März 2024 wird die Neue Mühle mit regulären Öffnungszeiten wiedereröffnet, nachdem zuvor Renovierungsarbeiten stattfinden. Rakow plant, das Lokal mit einem frischen Konzept zu beleben. Montags und dienstags bleibt die Neue Mühle geschlossen, während mittwochs bis freitags nur Kuchen und abends ein Restaurantbetrieb angeboten wird. Am Wochenende dürfen sich die Gäste auf ein Mittagessen freuen. Vor der offiziellen Eröffnung wird zudem eine Valentinstagsveranstaltung mit einem speziellen Mittags- und Abendmenü stattfinden. Die Speisekarte wird lokale und saisonale Produkte in den Mittelpunkt stellen und einige kulinarische Klassiker anbieten, wie etwa Burger, Currywurst mit Mango-Curry-Sauce und Hühnerfrikassee im Virgin-Colada-Style.

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Herausforderungen für die Gastronomie

Das Gastgewerbe in Deutschland steht unter immensem Druck. Steigende Kosten, eine erhöhte Mehrwertsteuer und sinkende Umsätze belasten die Branche. Eine Umfrage des DEHOGA zeigt, dass 33,5 Prozent der Unternehmen befürchten, 2025 in die Verlustzone zu rutschen. Besonders die speisengeprägte Gastronomie kämpft mit ernsthaften wirtschaftlichen Herausforderungen, wobei 41,7 Prozent der Betriebe um ihre Leistungsfähigkeit bangen. Steigende Personalkosten werden von 78,3 Prozent der Betriebe als größte Herausforderung genannt, gefolgt von höheren Lebensmittel- und Energiekosten. Diese Problematik spiegelt sich auch in den aktuellen Umsatzprognosen wider: Der Gastgewerbeumsatz wird 2024 real um 2,1 Prozent niedriger sein als 2023 und um 12,6 Prozent geringer als 2019.

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DEHOGA-Präsident Guido Zöllick fordert daher einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel und Entlastungen für die Branche, insbesondere eine einheitliche Besteuerung von Speisen mit 7 Prozent. Viele Gaststättenbetreiber, darunter auch Rakow, haben mit Umsatzverlusten zu kämpfen und müssen ihre Konzepte anpassen, um im Markt bestehen zu können. In Anbetracht dieser Herausforderungen plant Rakow nicht nur ein neues gastronomisches Konzept, sondern auch die Einrichtung einer Kinderecke, um familienfreundlicher zu werden.

Innovationen und Zukunftsausblick

Die Zukunft der Neuen Mühle sieht vielversprechend aus. Neben der gastronomischen Neuerung plant Rakow auch Stand-up-Paddling als Ergänzung zum bestehenden Kanuverleih und möchte Kochkurse für Kinder anbieten. Das Ziel ist ein erfolgreicher Neustart, der nicht nur Stammgäste ansprechen, sondern auch neue Besucher gewinnen soll. Rakows Fokus liegt klar auf der Schaffung einer gemütlichen Atmosphäre, was durch eine Reduzierung der Sitzplätze unterstützt wird. Die Innenräume sollen leicht renoviert werden, um den Gästen ein vertrautes Ambiente zu bieten.

In einer Zeit, in der viele Gastronomiebetriebe über 2,2 Millionen Menschen beschäftigen und einen Umsatz von 115 Milliarden Euro netto im Jahr 2023 erwirtschafteten, zeigt sich die Bedeutung der Gastronomie als zentraler Auftraggeber für regionale Handwerksbetriebe und Produzenten. 77,5 Prozent der Betriebe vergeben Aufträge an lokale Anbieter, was die regionale Wirtschaft zusätzlich stärkt. Für die Gastronomie in Perleberg und darüber hinaus bleibt es jedoch essenziell, innovative Konzepte zu entwickeln, um den Herausforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen.

Für weitere Informationen über die Herausforderungen und Entwicklungen im Gastgewerbe, lesen Sie die ausführlichen Berichte auf Nordkurier, Tageskarte und DEHOGA BW.